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Pattensen Schulenburger Ortsrat befürwortet Pläne zur Schaffung von Kita-Plätzen
Umland Pattensen

Pattensen: Schulenburger Ortsrat befürwortet Pläne zur Schaffung von Kita-Plätzen

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18:12 25.06.2019
Die Grundschule Schulenburg gilt als so marode, dass sie nicht saniert, sondern an anderer Stelle neu gebaut werden soll. Quelle: Kim Gallop
Schulenburg/Jeinsen

Sehr gut besucht war mit knapp 30 Zuhörern die Ortsratssitzung am Montagabend in Schulenburg. Der Sitzungsort war passenderweise die Grundschule, die auch Thema der Tagesordnung war. Die Stadtverwaltung Pattensen schlägt vor, die marode Grundschule Schulenburg neu und größer zu erbauen. Dann soll die Leinetalschule in Jeinsen aufgegeben werden – die Kinder aus Jeinsen sollen dann in Schulenburg zu Schule gehen, und das Gebäude soll als Kindertagesstätte genutzt werden. Der Ortsrat Jeinsen hat die Schließung der Leinetalschule abgelehnt. Der Ortsrat Schulenburg stimmte den einzelnen Punkten der komplexen Planung jeweils einstimmig zu, nur bei dem Vorschlag, die Leinetalschule als Schulstandort aufzugeben, enthielten sich alle Ortsratsmitglieder.

Auch die Sporthalle (Bildhintergrund) bei der Grundschule Schulenburg ist in schlechtem Zustand. Quelle: Kim Gallop

Bürgermeisterin Ramona Schumann stellte im Ortsrat persönlich die Vorschläge der Stadt zur Schaffung von Kita-Plätzen und zur Veränderungen der Schullandschaft vor. Seit sie öffentlich sind, gab es schon viel Protest von Eltern und Politik aus Jeinsen. Auch nach Schulenburg waren einige Jeinser Eltern und Politiker gekommen. Sie verschafften ihrer Sicht der Dinge Gehör, nachdem Schulenburgs Ortsbürgermeisterin Svenja Blume den Zuhörern das Wort erteilt hatte.

Kritik wegen fehlender Beteiligung der Betroffenen

Immer wieder wurde die fehlende Transparenz der Verwaltung kritisiert, die seit einem guten halben Jahr an den Plänen arbeitet, aber keine Bürger- oder Elternbefragung veranlasst hat. Hans-Jörg Neef, stellvertretender Ortsbürgermeister von Jeinsen, fragte: „Warum wurde diese Drucksache geheimgehalten? Warum wurden die Jeinser Bürger nicht gefragt?“ Schumann erwiderte, dass die Mitglieder der intern beratenden AG Stadtentwicklung ihre Fraktionskollegen hätten informieren sollen. Sie räumte aber auch ein, dass es „vollkommen unglücklich gelaufen“ sei.

Das Schulenburger Ortsratsmitglied Rolf Kattenhorn sagte, er habe bei dem Thema „grundsätzlich Bauschschmerzen“ und schlug vor, es zur Beratung in die Fraktionen zu ziehen. Immer wieder kam auch die Frage nach Alternativen zu der Schulschließung und nach fehlenden Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Philipp Sehlen vom Ortsrat Jeinsen fragte: „Wie kann man ohne Kostenkalkulation beschließen?“ Schumann betonte, dass es wirtschaftlicher sei, eine größere Schule zu betreiben als zwei kleine.

Die Sitzung des Ortsrats Schulenburg trifft auf viel Interesse. Quelle: Kim Gallop

Bei Nachfragen nach dem Standort der neuen größeren Grundschule in Schulenburg klärte Ortsbürgermeisterin Blume ein Missverständnis auf: „Es wird keine Schule auf dem Schützenplatz gebaut.“ Über den neuen Standort wollten Schumann und auch der Erste Stadtrat Axel Müller noch nichts sagen, weil die Verkaufsverhandlungen noch laufen. Aus vorigen Beratungen ist aber deutlich geworden, dass die Schule nicht mehr in der Dorfmitte liegen wird, sondern am Rand, vermutlich am Ortsausgang Richtung Adensen. Schumann ergänzte, dass die jetzige Lage an der Gartenstraße in der Dorfmitte durch „eine erhebliche Menge an Elterntaxis“ zu Verkehrsbehinderungen und Sicherheitsproblemen führe. Auch das Phänomen der Elterntaxis müsse beim Neubau der Grundschule in Schulenburg berücksichtigt werden.

So geht die Beratung weiter

Die Drucksache wird öffentlich im Schulausschuss am Mittwoch, 26. Juni, und am Donnerstag, 27. Juni, im Finanzausschuss behandelt. Sitzungsbeginn ist jeweils um 19 Uhr im Rathaus. Die endgültige Entscheidung soll der Rat am Mittwoch, 3. Juli, treffen, ab 19 Uhr in der Aula der Ernst-Reuter-Schule (KGS).

Von Kim Gallop

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