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Pattensen Stadt: K226 funktioniert und hat noch Kapazitäten
Umland Pattensen

Pattensen: Stadt Pattensen: K226 funktioniert und hat noch Kapazität - Anwohner klagen über Lärm und fordern Gutachten

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00:15 11.06.2019
Auf der sogenannten Entlastungsstraße Kreisstraße 226 am Neubaugebiet Pattensen-Mitte-Nord ist maximal Tempo 70 erlaubt. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte

 Die sogenannte Entlastungsstraße im Zuge der Kreisstraße 226 in Pattensen erfüllt nach Ansicht der Stadt ihren Zweck. Sie führe den Verkehr um die Altstadt von Pattensen mit ihren engen Straßen und historischen Häusern herum und sei nicht überlastet. Das ist das Ergebnis einer sechswöchigen Verkehrsmessung. Anwohner aus dem Neubaugebiet Pattensen-Mitte, das an der K226 liegt, bezweifeln den Wert der Messung. Sie leiden unter Verkehrslärm und fordern ein Schallgutachten.

Sechs Wochen lang war das sogenannte Seitenradarmessgerät der Stadt Pattensen an unterschiedlichen Punkten entlang der K226 an hohen Masten befestigt. Nach Klagen von Anwohnern über den starken Verkehr hatte die Stadt mit der Messung begonnen.

Sechs Wochen lang war das Seitenradarmessgerät der Stadt Pattensen an der Entlastungsstraße K226 eingesetzt. Quelle: Kim Gallop

Nach Auskunft von Pattensens Stadtsprecherin Andreas Steding wurden an insgesamt 42 Tagen im März und April 195.245 Fahrzeuge gemessen, davon handelt es sich bei 11.603 Fahrzeugen um Lastkraftwagen. Auf einzelne Tage umgerechnet bedeutet dies im Schnitt rund 4650 Fahrzeuge am Tag, davon etwa 280 Lastkraftwagen. „Damit liegt die Belastung der Straße deutlich unter der prognostizierten Auslastung von 5500 Fahrzeugen pro Tag“, sagte Steding.

Die Stadt habe zum Vergleich auch eine Auswertung aus dem Jahr 2016 herangezogen: Damals wurde die Umgehungsstraße nach Auskunft der Verwaltung von durchschnittlich etwa 3160 Fahrzeugen pro Tag befahren, davon waren 270 Lastkraftwagen.

Messungen: 85 Prozent der Fahrer halten sich ans Tempolimit

Bei der vor kurzem beendeten Messung wurden auch die Geschwindigkeiten erfasst. Erlaubt sind auf der Straße maximal 70 Kilometer in der Stunde. Nach Angaben von Steding fuhren etwa 85 Prozent der erfassten Fahrzeuge zwischen 70 und 80 Kilometer die Stunde. Etwa 5 Prozent seien allerdings deutlich schneller unterwegs gewesen, die restlichen 10 Prozent seien langsamer als 70 Kilometer die Stunde gefahren.

Steding bezeichnete die Zahlen als „gute Ergebnisse“. Die gefahrenen Geschwindigkeiten seien „nicht bedenklich“. Sie wies aber darauf hin, dass kein geeichtes Messgerät eingesetzt wurde. Die tatsächlich gefahrenen Geschwindigkeiten könnten etwas abweichen, aber nicht gravierend.

Kapazitäten seien noch nicht erreicht

Auch die Zahlen zur Auslastung wurden von der Stadtverwaltung positiv bewertet. „Ich erinnere noch einmal daran, dass es sich bei der K226 um eine Entlastungsstraße handelt, die den Verkehr aus dem Ort heraushalten soll“, sagte die Sprecherin. „Diesen Zweck erfüllt die Straße und hat auch noch weitere Kapazität hierfür.“ Schließlich sei die Belastung von bis zu 5500 Fahrzeugen täglich, für die die K226 ausgelegt ist, noch lange nicht erreicht.

„Das Problem ist der Lärm“

Ein Anwohner aus Pattensen-Mitte-Nord, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen wollte, zeigte sich enttäuscht über die Aussagen der Stadt. Daten über Anzahl der Fahrzeuge und durchschnittliche Geschwindigkeiten hätten keine Aussagekraft, meinte er. „Das Problem ist der Lärm.“ Schon ab 4 Uhr morgens sei der Verkehrslärm durch Lastwagen unerträglich – trotz Schalldämmung im Haus. Belastbare Aussagen könne nur ein qualifiziertes Schallgutachten bringen.

Von Kim Gallop

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