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Pattensen In Pattensen gibt es zu wenig Mehrfamilienhäuser
Umland Pattensen

Pattensen: Stadt Pattensen braucht 320 neue Wohneinheiten

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18:07 06.09.2019
Rar in Pattensen: Am Ostlandplatz stehen die von der Kreissiedlungsgesellschaft (KSG) errichteten Mehrfamilienhäuser. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Die Region Hannover wächst und wächst, und der Wohnungsmarkt kommt nicht hinterher. Wie die Situation in der Region und speziell im Stadtgebiet von Pattensen aussieht, das war am Donnerstagabend Thema in der Ratssitzung. Dr. Wolfgang Jung, Leiter des Teams Regionalplanung, und seine Mitarbeiterin Isabell Kurz stellten die Ergebnisse einer Untersuchung vor. Das Ergebnis: Pattensen braucht bis 2025 insgesamt 320 neue Wohneinheiten - wozu sowohl Wohnungen als auch Einfamilienhäuser zählen.

Kurz sagte, dass 130 Einfamilienhäuser gebraucht würden und 190 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern. Wobei in dieser Zahl 80 öffentlich geförderte Wohnungen, also Sozialwohnungen, enthalten sind. Der Sozialwohnungsbestand sei in Pattensen mit nur 39 Wohnungen bislang „weit unterdurchschnittlich“.

Jung erläuterte: „Die Bevölkerung der Region Hannover ist seit 2011 pro Jahr um etwa 7000 Einwohner gewachsen. Und der Wohnungsmarkt kommt nicht hinterher.“ In der gesamten Region würden 28.300 zusätzliche Wohneinheiten gebraucht. Deshalb hat die Regionsversammlung beschlossen, alle 21 Regionskommunen analysieren zu lassen und in einem sogenannten regionalen Wohnraumversorgungskonzept individuelle Handlungsvorschläge zu machen.

Bürgermeisterin Ramona Schumann (stehend von links) lauscht im Rat dem Vortrag von Dr. Wolfgang Jung und Isabell Kurz. Quelle: Kim Gallop

Hohe Kaufkraft und niedrige Arbeitslosenquote

„So ein Konzept ist in dieser Form in Deutschland einmalig“, betonte Kurz. Ähnliche Konzepte seien auch in anderen Städten oder Regionen erarbeitet worden. Aber nicht für ein solches Konstrukt wie die Region, der die Landeshauptstadt Hannover und 20 weitere Kommunen unterschiedlicher Größe angehören.

Pattensen ist ein klassischer attraktiver Wohnstandort“, sagte sie – sicherlich zur Freude von Bürgermeisterin Ramona Schumann und den Ratsmitgliedern. Zwei Pluspunkte: Die Kaufkraft der Anwohner sei überdurchschnittlich und die Arbeitslosenquote „weit unterdurchschnittlich“.

Der Ausblick zur demographischen Entwicklung in Pattensen zeigt laut Kurz zwei Trends: Die Zahl der Personen im Alter über 65 Jahre nimmt zu, die Zahl der Menschen im Alter von 20 Jahren und jünger nimmt weiter ab. Auch die Zahl von Haushalten, in denen nur ein oder zwei Personen leben wird weiter zunehmen.

Bau von Geschosswohnungen ist notwendig

Bislang würde ein großer Anteil der Bevölkerung in Ein- oder Zweifamilienhäusern leben. Notwendig sei aber in Zukunft in Pattensen der Bau von Geschosswohnungen, um den Bedarf an kleineren und günstigeren Wohnungen zu befriedigen. Um das zu erreichen, empfiehlt die Region der Stadt die Zusammenarbeit mit Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften.

Eine ausführliche Diskussion über die Berichte gab es im Rat nicht. Kurz sagte aber, dass sich die Regionsvertreter „mit der Stadt abgestimmt“ hätten. „Der Bedarf ist erkannt“, betonte sie und die Stadt habe zugesagt, dass auf neu ausgewiesenen Bauplätzen auch Mehrfamilienhäuser gebaut werden sollen. „Die wesentliche Herausforderungen für den Standort Pattensen“ sei es nun, Investoren für den öffentlich geförderten Wohnungsbau zu finden.

Nach ihrem Kenntnisstand sollte es nicht das Problem sein, bei Pattensen Land für Wohnungsbau zu finden. „Die Eigentümer sind verkaufsbereit.“ Probleme könnten aber „naturschutzrechtliche Fragen“ bereiten, sagte sie – mit Blick auf den strenggeschützten Feldhamster, dessen Vorkommen in Pattensen schon einige Bauprojekte ausgebremst hat.

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Von Kim Gallop

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