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Pattensen Stadt wirbt für Wahl des Jugendparlaments
Umland Pattensen Stadt wirbt für Wahl des Jugendparlaments
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15:25 03.04.2019
Ramona Schumann (von links) beim Infogespräch mit den Jugendlichen Joshua Kimpioka, Louis Bothe, Jan Oeltermann und Benjamin Zehler, die alle für das Jugendparlament kandidieren, sowie mit Jugendpflegerin Claudia Bank (rechts). Quelle: Torsten Lippelt
Pattensen

Noch bis Freitag, 5. April, haben etwas mehr als 1.000 wahlberechtigte Jugendliche die Möglichkeit, sich als Kandidaten für die am 26. Mai stattfindende erstmalige Wahl eines Pattenser Jugendparlamentes aufstellen zu lassen. Um die angehenden Jungwähler und Jugendparlamentskandidaten über Aufgaben, Termine und Möglichkeiten rund um das Thema Jugendparlament zu informieren, hatten dazu am Dienstagnachmittag Bürgermeisterin Ramona Schumann und Jugendpflegerin Claudia Bank interessierte Jugendliche ins Rathaus eingeladen.

Die Bürgermeisterin betonte dabei, dass das Jugendparlament – kurz Jupa genannt – den bislang im Gegensatz zu den Erwachsenen oft noch nicht wahlberechtigten Jugendlichen die Möglichkeit zu einer direkten Interessens-Beteiligung auf kommunaler Ebene bietet.

Die Voraussetzungen, um zu wählen und sich auch selbst wählen zu lassen sind, dass die Jugendlichen zum Wahltermin mindestens 14 und höchstens 21 Jahre alt sind, ihren Erstwohnsitz im Stadtgebiet von Pattensen haben oder aber eine Schule in Pattensen besuchen.

Die Stimmabgabe erfolgt parallel zu den Europawahlen, am Sonntag, 26. Mai. Gewählt wird in den gleichen Wahllokalen, die jungen Wähler haben aber vorher nicht die Möglichkeit der Briefwahl.

Kandidaturbogen steht auf der Homepage der Stadt

Wer für das Jupa kandidieren will, findet den Kandidaturbogen unter www.pattensen.de auf der Homepage der Stadt. Der ausgefüllte Bogen muss bis Freitag, 5. April, im Rathaus, im Büro von Jugendpflegerin Claudia Bank in der KGS Pattensen (Raum B 028), im Sekretariat der KGS Pattensen oder in der Calenberger Schule abgegeben werden. Wer in Pattensen nur zur Schule geht und nicht im Stadtgebiet gemeldet ist, muss einen Antrag auf Aufnahme in ein Wählerverzeichnis stellen. Für Fragen vorab ist Claudia Bank in der KGS Pattensen unter Telefon (0 51 01) 1 00 16 62 oder per E-Mail an bank@pattensen.de erreichbar. Das bis zu 13 Mitglieder starke Gremium wird für zwei Jahre gewählt. Die Wahl der Jugendbürgermeisterin oder des Jugendbürgermeisters aus dieser Abgeordnetenrunde ist dann für die konstituierende erste Sitzung am 13. Juni, um 18 Uhr, im Rathaus geplant.

Claudia Bank teilte mit, dass nach den Sommerferien für die Gewählten ein Workshop geplant ist, bei dem diese sich zu den Themen Geschäftsordnung und Homepage, Sitzungshäufigkeit und Finanzmittel, Homepage und Logo informieren und darüber abstimmen können.

Vier Jugendliche zeigten beim Treffen im Rathaus ihr Interesse, bei der Jupa-Wahl selbst zu kandidieren: „Auch wenn ich hier nicht mehr zur Schule gehe, finde ich es sehr interessant, für die Ortschaften mit zu gestalten“, begründete der Hüpeder Joshua Kimpioka (20) sein Engagement. „Das hier bietet der Jugend ein gutes Mitsprachrecht“, lobte auch Louis Bothe (19) aus Pattensen-Mitte das neugeschaffene Gremium.

Ramona Schumann (links am Tisch) und Claudia Bank (rechts am Tisch) informieren die interessierten Jugendlichen über die parallel zur Europawahl in Pattensen anstehende Wahl zum Jugendparlament. Quelle: Torsten Lippelt

„Richtig gut, dass man die heutige Jugend miteinbezieht und ihr so eine Stimme gibt“, ergänzte Jan Oeltermann (16, Pattensen-Mitte), und der 17-jährige Schulenburger Benjamin Zehler stimmt ihm zu. Auch die 16-jährige Lisann Wegener aus Hüpede hätte gern selbst kandidiert. „Aber ab August bin ich als Austauschschülerin in den USA“, sagte sie bedauernd.

„Die Tätigkeit im Jugendparlament soll Spaß machen und kreativ sein“, so Ramona Schumann. Und forderte auch zu einem munteren Wahlkampf auf. Dass jugendliche Beteiligung durchaus Erfolge verzeichnen kann, zeige sich am 2016 in Pattensen durchgeführten Politik-Planspiel „Pimp your town“, bei dem Schüler in simulierten Ratssitzungen fraktionsweise echte Anliegen an die Pattenser Politik formuliert hatten. Von 15 im Rahmen der städtischen Zuständigkeit eingereichten Ideen „sind inzwischen fünf erledigt und fünf weitere in der Umsetzung“, forderte die Bürgermeisterin die Jugendlichen zu weiterem diesbezüglichen Engagement auf. „Wir haben jetzt das Gerüst und sind für jede Erfahrung dankbar“, ergänzte Claudia Bank.

Von Torsten Lippelt

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