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Pattensen Protest-Aufruf: Stadtelternrat fordert Erhalt der Leinetalschule in Jeinsen
Umland Pattensen

Pattensen: Stadtelternrat spricht für Erhalt der Leinetalaschule in Jeinsen aus

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07:32 24.09.2019
Die Leinetalschule in Jeinsen soll geschlossen werden. Quelle: Kim Gallop
Pattensen

Der Stadtelternrat schaltet sich in die Diskussion um die Zukunft der Leinetalschule ein. Das Gremium besteht aus gewählten Vertretern aus allen in der Stadt ansässigen Schulen. Der Stadtelternrat spricht sich für den Erhalt aller vier Grundschulen in Pattensen aus. „Wir fordern die Stadtverwaltung und den Rat der Stadt auf, alternative Konzepte zum Erhalt der kleinen Grundschulen auszuarbeiten, die wirtschaftlich und schulpolitisch sinnvoll sind“, teilt die Vorsitzende Frauke Schnackenberg im Namen des Gremiums mit.

Über den Erhalt der Grundschule in Pattensen-Mitte und Schulenburg gibt es keine Diskussion. In Schulenburg soll sogar eine neue gebaut werden, die genug Platz für die Kinder aus Schulenburg wie auch aus Jeinsen, Vardegötzen und Thiedenwiese bietet. Dafür soll nach dem aktuellen Vorschlag der Verwaltung die Leinetalschule in Jeinsen geschlossen und in eine Kindertagesstätte umgewandelt werden. Die Grundschule in Hüpede zählt allerdings ebenso wie die Leinetalschule zu den „kleinen Schulen“, was ihre Wirtschaftlichkeit auf Sicht auch in Frage stellen könnte.

Grundschulen als Teil eines funktionierenden Ganzen

Der Stadtelternrat führt aus, dass die Arbeitsatmosphäre an kleineren Schulen entspannter sei und Schüler in kleineren Gruppen auch besser arbeiten könnten. Es sei kein Argument, dass dieser Mikrokosmos den Schülern schade, weil sie an weiterführenden Schulen mit einer anderen Art der Arbeit konfrontiert würden. Vielmehr sei es pädagogisch sinnvoll, Bildung im vertrauten dörflichen Umfeld zu platzieren, damit sie sich an weiterführenden Schulen entfalten kann. Weiterhin seien Grundschulen in einem Dorf Teil eines funktionierenden Ganzen, ebenso wie Kindergärten, Vereine und eine Kirchengemeinde. Sollte die Grundschule geschlossen werden, gerate die gesamte dörfliche Infrastruktur aus dem Gleichgewicht.

Demonstration für den Erhalt der Leinetalschule

Die Initiative „Schule vor Ort: Rettet die Leinetalschule“ ruft für den Tag der Ratssitzung in Pattensen zu einer Demonstration auf. Die Ratssitzung beginnt am Donnerstag, 26. September, um 19 Uhr in der Aula der Ernst-Reuter-Schule. Über die Grundschule in Jeinsen soll zwar nicht diskutiert werden. Allerdings wird Bürgermeisterin Ramona Schumann den Haushaltsentwurf für 2020 vorstellen.

Die Demonstration für den Erhalt der Grundschule soll um 18 Uhr vor der KGS Pattensen beginnen. Das Motto lautet: „Es reicht! Die Leinetalschule gehört Jeinsen!“ Ziel sei es, der Verwaltung und der Politik zu zeigen, wie wichtig die Schule für die Kinder, die Ortsentwicklung und eine lebenswerte Dorfgemeinschaft ist.

Die Initiative fordert die Verwaltung auf, eine konkrete Kosten- und Wirtschaftlichkeitsanalyse vorzulegen. Bisher verlange die Verwaltung vom Rat der Stadt, „quasi blind für die Schließung der Leinetalschule zu stimmen“, heißt es in der Mitteilung der Initiative. Weiterhin führt die Elterninitiative auch Gründe des Klimaschutzes an. Viele Eltern würden ihre Kinder mit dem eigenen Auto von Jeinsen nach Schulenburg bringen, was den CO2 Ausstoß erhöhen werde.

Die Initiative weist auch darauf hin, dass es neben Schulen noch weitere Einrichtungen wie Schwimmbäder oder den öffentlichen Personennahverkehr gebe, die „klassische Zuschussgeschäfte“ seien und nicht finanziell gedeckt werden können. Eine rein wirtschaftliche Bewertung dieser Infrastrukturen sei viel zu kurz gedacht.

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