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Pattensen Verband bereitet Infokampagne gegen Straßenausbaubeitragssatzung vor
Umland Pattensen

Pattensen: Verband Wohneigentum Pattensen bereitet Infokampagne zur umstrittenen Strabs vor

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18:05 20.11.2019
Die Straße Grünes Tal in Schulenburg, eine Tempo-30-Zone, ist über die Jahre mehrfach geflickt worden. An der Grundsanierung müssen sich die Anlieger finanziell beteiligen. Quelle: Kim Gallop
Pattensen-Mitte/Schulenburg

Das umstrittene Thema Straßenausbaubeitragssatzung (Strabs) wird in Pattensen auf mehreren Ebenen weiterdiskutiert. Der Verband Wohneigentum (VWE) Pattensen kündigte jetzt ein Infokampagne gegen die Strabs an. Nach der geltenden Satzung müssen sich die Anlieger finanziell beteiligen, wenn eine kommunale Straße grundsaniert wird.

Die nächsten Straßen, die von Grund auf erneuert werden, sind Grünes Tal in Schulenburg und Neuer Weg in Pattensen-Mitte. Bei der jüngsten Sitzung hat der Rat mit großer Mehrheit bei drei Enthaltungen 40.000 Euro bewilligt, die für die genauere Untersuchung des Untergrunds und die Vorplanung eingesetzt werden sollen. Die Sanierungen sind für 2020 geplant.

Die Straße Neuer Weg in Pattensen-Mitte soll im kommenden Jahr grundsaniert werden. Quelle: Torsten Lippelt

Verband unterstützt die Anlieger

Gegen die Sanierung der Straßen wehren sich viele der betroffenen Anlieger. Der Widerstand wird vom Verband unterstützt. Der VWE-Vorsitzende Karl-Heinz Schieweg teilte auf Anfrage mit, dass die Mitglieder demnächst mit ihrem Protest an die Öffentlichkeit gehen werden. Die Vorbereitungen dafür laufen. Dies werde auch von der VWE-Geschäftsstelle in Hannover begleitet.

„Wir sind dran“, bekräftigte Schieweg am Mittwoch. Es habe sich eine Gruppe von etwa 16 Betroffenen zusammengefunden – Anlieger der Straßen Grünes Tal und Neuer Weg. Am vergangenen Wochenende habe sich die Gruppe zu einem Workshop getroffen, um die Kampagne vorzubereiten. Derzeit werde an einem Flyer gearbeitet, sagte Schieweg. Außerdem ist ein Infostand an einem zentralen Ort in Pattensen geplant, an dem der Flyer verteilt wird und sich Interessierte bei den Strabs-Gegnern informieren können.

Ziel der Gruppenmitglieder ist es nach Aussage von Schieweg, dass die Strabs abgeschafft wird, bevor die Anlieger von Grünes Tal und Neuer Weg die Rechnung von der Stadt erhalten. Das sei ein ehrgeiziges Ziel, räumte er ein. „Aber wenn wir nix tun, passiert gar nichts.“

Informationen für Anlieger, die es in einigen Jahren trifft

Parallel arbeitet die Gruppe an einer anderen Strategie, um noch mehr Unterstützer zu gewinnen. In den kommenden Jahren will die Stadt weitere Straßen sanieren lassen. Diese sind im Straßenkataster gesammelt, das von der Stadtverwaltung erstellt wurde. Dort ist festgehalten, ob kleinere Ausbesserungen reichen, die von allen Pattensern aus dem Budget für Straßenerhaltung bezahlt werden, oder ob eine Grundsanierung nötig ist mit finanzieller Beteiligung der Anlieger.

„Von 30 Straßen auf der Liste müssen die Anlieger nur bei fünf, sechs Straßen nichts dazubezahlen“, sagte Schieweg. Er habe beobachtet, dass die Empörung bei Einzelnen immer groß sei, wenn sie direkt betroffen seien und zahlen müssten. Doch dann ebbten die Proteste ab. Deshalb sei es ihm wichtig, dass auch die Anlieger informiert werden, die sich eventuell erst in zwei, vier oder acht Jahren persönlich mit dem Thema auseinandersetzen müssen.

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Von Kim Gallop

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