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Pattensen Nach Einspruch: Gericht gibt Führerschein zurück
Umland Pattensen

Pattensen: Verhandlung vor Amtsgericht Springe Nach Einspruch erhält Pattenser Führerschein zurück

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06:03 12.07.2019
Das Amtsgericht Springe (Bild) ist für Pattensen zuständig. Quelle: Andreas Zimmer (Archiv)
Pattensen/Springe

Äußerst rasant soll ein 26-Jähriger aus Pattensen auf einen Polizeibeamten zugefahren sein, der ihn nachts für eine Verkehrskontrolle anhalten wollte. Dann soll der 26-Jährige mit aufheulendem Motor ein paar Meter weiter zum Stehen gekommen sein. Bei der Kontrolle im März dieses Jahres habe sein Promillewert zwar noch knapp innerhalb der Fahrtüchtigkeitsgrenze gelegen, wegen seines auffälligen Verhaltens nahmen ihm die Beamten den Führerschein aber an Ort und Stelle ab. Weil er gegen einen Strafbefehl über 1500 Euro und einen Führerscheinentzug von noch weiteren sieben Monaten Einspruch eingelegt hatte, musste er sich nun bei einem Verfahren am Amtsgericht Springe verantworten.

26-Jähriger sei nervös gewesen

„Ich bin nicht mit unverminderter Geschwindigkeit auf den Polizisten zugefahren, und ich habe genau dort gestoppt, wo ich sollte“, berichtete der junge Mann dem Gericht. Dann habe er das Fenster heruntergekurbelt, und der Beamte habe ihn angewiesen, einige Meter weiter zu halten. „Beim Anfahren habe ich zu viel Gas gegeben, ich war sehr nervös“, berichtete der 26-Jährige. Schließlich sei dies seine erste Polizeikontrolle gewesen.

Die geröteten Augen, die die Beamten dann feststellten, seien auf das zu lange Tragen von Kontaktlinsen zurückzuführen gewesen, versicherte der Pattensener. Dem Polizisten war aber auch die verwaschene Sprache und der Alkohol in der Atemluft aufgefallen. Das berichtete der Beamte jetzt in seiner Zeugenaussage vor Gericht. Ein Test ergab dann einen Wert von 1,02 Promille. Noch bis zu einem Promillewert von 1,09 gilt allerdings die Fahrtüchtigkeit.

Gericht gibt Führerschein sofort zurück

Dass die Polizei bei dem Pattenser wegen seines auffälligen Verhaltens aber davon ausging, dass er eben nicht mehr fahrtüchtig war, diese Einschätzung teilte das Gericht nicht. Deshalb stufte die Strafrichterin den Vorfall nunmehr auch als Ordnungswidrigkeit und nicht mehr wie zuvor als Straftat ein. Der junge Mann bekam seinen Führerschein zurück und muss nur 500 Euro bezahlen.

Ein einmonatiges verhängtes Fahrverbot ist längst abgelaufen. Auf eine Entschädigung für die übrige Zeit ohne Führerschein verzichtete der Pattenser. Er konnte den Gerichtssaal mit seinem Führerschein in den Händen verlassen – und mit dem Versprechen, künftig möglichst gar nichts mehr zu trinken, wenn er sich hinter das Steuer setzt.

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