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Pattensen Wie Familie Meier Bienen und Insekten schützt
Umland Pattensen

Pattensen: Wie Familie Meier in Schulenburg Bienen und Insekten schützt

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06:07 06.08.2019
Sonnige Zeiten: Susanne, Dirk und Thomas Meier (von links) beteiligen sich an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“. Quelle: Landvolk Hannover
Schulenburg

Mehr als 250 Landwirte in Niedersachsen beteiligen sich in diesem Jahr an der Aktion „Bienenfreundlicher Landwirt“, die die Initiative Echt grün – Eure Landwirte gestartet hat. Auch die Familie Meier aus Schulenburg schafft mit unterschiedlichen Projekten auf Hof und Feld Lebensraum für Bienen und Insekten aller Art.

In Schulenburg haben Dirk und sein Sohn Thomas Meier drei Blühflächen und zwei Blühstreifen angelegt. Auf insgesamt 3,5 Hektar wachsen zum Beispiel Mohn und Sonnenblumen. Einige der Blühflächen sind mehrjährig angelegt, um möglichst lange als Nahrungsquelle, Lebens- und Rückzugsraum für Insekten und Wild dienen zu können. Auf dem Hof der Familie finden sich zudem naturbelassene Unkrautecken, die Insekten eine möglichst ununterbrochene Verfügbarkeit von Blüten bieten. „Insekten sind unverzichtbar für unsere tägliche Arbeit und für unser Leben“, erklärt Dirk Meier. „Das Thema Insektensterben lässt keinen Landwirt kalt. Deswegen möchte ich, ebenso wie viele meiner Berufskollegen, etwas Praktisches tun. Etwas, das hilft – und zwar den Insekten.“

Landvolk Niedersachsen hat Initiative gestartet

Unter dem Motto „Wir schnacken nicht, wir packen an“ hat die von elf regionalen niedersächsischen Landvolkverbänden getragene Initiative Echt grün – Eure Landwirte die Aktion gestartet. In Abstimmung mit dem Institut für Bienenkunde Celle wurde ein Katalog erarbeitet, der dem Schutz der Wildbienen und anderer Insekten dient. Nur wer entsprechende Maßnahmen in den Kategorien Hofstelle, Ackerflächen und Grünland auf seinem Betrieb erfüllt, darf das Siegel „Bienenfreundlicher Landwirt 2019“ verwenden. Der vereinbarte Katalog umfasst etwa die Anlage von ein- oder mehrjährigen Blühflächen auf einer Fläche von 500 Quadratmetern oder die Verpflichtung, 50 Prozent der Feld- und Wegerandstreifen erst nach dem Ausblühen, also frühestens ab dem 1. August, zu mulchen.

Weitere mögliche Schutzmaßnahmen sind nach Auskunft des Landvolks naturbelassene Unkrautecken, mehrjährige Feldsteinhaufen und Staudengärten, die den Lebensraum von Insekten besonders bereichern. Die während der Aktion angelegten zusätzlichen Blühflächen werden von den Landwirten mit Hinweisschildern versehen, die Passanten über den Schutze der Wildbienen und anderer Insekten informieren.

Aktion soll wiederholt werden

Mehr als 250 Betriebe beteiligen sich an der Aktion. Alle Landwirte tun dies freiwillig als Selbstverpflichtung. Die Initiative Echt grün – Eure Landwirte plant eine Neuauflage auch in den kommenden Jahren.

Die bereits 2015 von drei Kreislandvolkverbänden gestartete Initiative hat das Ziel, für ein neues gesellschaftliches Verständnis von moderner und tierfreundlicher Landwirtschaft in der Gesellschaft zu werben, das Image und Ansehen der Landwirtschaft zu verbessern und einen konstruktiven Dialog zu fördern.

Aktuell wird die Initiative von den Kreislandvolkverbänden Cloppenburg, Oldenburg, Emsland (VEL), Osnabrück (HOL), Osterholz, Friesland, Hadeln, Gifhorn-Wolfsburg, Wesermarsch, Hannover und Diepholz getragen.

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