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Pattensen Am Sonntag wählt Pattensen erstmals ein Jugendparlament
Umland Pattensen

Pattensen wählt am Sonntag erstmals ein Jugendparlament

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00:21 25.05.2019
Die Kandidaten für das Jugendparlament stellen sich im Rathaus den Fragen potenzieller Wähler sowie einiger Ratsmitglieder. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen

Von Aufregung ist unter den 19 Kandidaten für das erste Jugendparlament Pattensens wenig zu spüren. Dabei ist die Wahl bereits am Sonntag, 26. Mai – parallel zur Europawahl. An diesem Tag können 1250 Pattenser Jugendliche im Alter von 14 bis 21 Jahren die Stimmen für ihre Favoriten abgeben. „Es ist eher ein Gefühl der Vorfreude auf diesen spannenden Tag“, sagt die 15-jährige Kandidatin Lilli Klara Engelhardt. Dabei steht jetzt bereits fest: Es wird auch Verlierer geben. Denn das Jugendparlament bietet nur Platz für 13 der 19 Kandidaten.

Pattenser Jugendparlament wird für zwei Jahre gewählt

Der 20-jährige Florian Ernst ergänzt, dass auch eine Niederlage eine Erfahrung sei, auf die aufgebaut werden könne. „Sollte ich nicht gewählt werden, würde ich schauen, was die anderen besser gemacht haben, und daraus lernen“, sagt er. Erneut antreten darf Ernst für dieses Gremium jedoch nicht. Das Jugendparlament wird für zwei Jahre gewählt und die Altersgrenze liegt bei 21 Jahren.

Jugendliche wollen ihrer Generation eine Stimme geben

Engelhardt und Ernst stellten sich gemeinsam mit den weiteren Kandidaten am Dienstag öffentlich im Rathaus vor. Jugendliche konnten die Gelegenheit nutzen, Fragen an ihre Kandidaten zu stellen. „Doch mehr als zehn Besucher sind leider nicht vorbeigekommen“, sagte Torben Löhr, ebenfalls Kandidat für das Jugendparlament. Dabei hätten die Kandidaten ihre Kanäle in den sozialen Medien genutzt, um auf die Veranstaltung aufmerksam zu machen. „Doch unsere Freunde kennen uns bereits, die brauchen keine Fragen mehr zu stellen“, sagte der 18-Jährige. Er hofft dennoch auf hohe Wahlbeteiligung. „Unabhängig davon, wer gewählt wird, können wir der Jugend hier eine Stimme geben. Das sollten wir nutzen.“

Ratsmitglieder suchen das Gespräch mit Kandidaten fürs Jugendparlament

Auch Ratsmitglieder verschiedener Fraktionen besuchten die Veranstaltung. „Häufig laufen wir Erwachsenen der Kommunikation mit den Jugendlichen hinterher. Während wir zum Beispiel noch E-Mails verschicken und bei Facebook sind, nutzt die Jugend Instagram oder Snapchat“, sagte der Bündnisgrüne Uwe Hammerschmidt. Das Jugendparlament könne eine Möglichkeit sein, die Kommunikation zwischen den Generationen zu verbessern.

Parteien loben Engagement der Jugendlichen

Das sieht auch SPD-Ratsfrau Marion Kimpioka so. Durch das Jugendparlament könne das Interesse für Politik geweckt werden. „Möglicherweise entscheiden sich einige der Kandidaten dafür, anschließend in die Kommunalpolitik zu gehen. Alle Parteien werden sich über Nachwuchs freuen.“

Die CDU-Ratsmitglieder Svenja Blume und Christian Möller lobten die Bereitschaft der jugendlichen Kandidaten, sich für die Wahl aufstellen zu lassen. „Damit signalisieren sie: Wir wollen nicht nur meckern, wir wollen auch konstruktiv arbeiten“, sagte Blume. Möller ergänzte, dass das Jugendparlament für die gesamte Politik in Pattensen ein Gewinn sein werde. „Wir bekommen einen weiteren Blickwinkel, einen jugendlichen.“

1250 junge Pattenser haben Wahlbenachrichtigung schon bekommen

Die rund 1250 Jugendlichen haben ihre Wahlbenachrichtigung bereits erhalten. Sie dürfen am Sonntag, 26. Mai, in allen Wahllokalen ihre Stimme abgeben, die auch für die Europawahl geöffnet sind. Die Wahllokale werden um 18 Uhr geschlossen. Sobald die Gewählten feststehen, werden sie im Rathaus bekannt gegeben.

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Von Tobias Lehmann

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