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Pattensen Pattensens Schüler pflanzen 1000 Bäume
Umland Pattensen Pattensens Schüler pflanzen 1000 Bäume
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15:45 12.12.2018
Freuen sich gemeinsam über den Schulwald: Bürgermeisterin Ramona Schumann (von links), die 15-jährigen Schülerinnen Shakira, Paulina, Jacqueline, Johanna, der Direktor der Stiftung Zukunft Wald, Franz Hüsing, die Leiterin der Calenberger Schule Marita Kappeler, die Schülerinnen Felia (11) und Ashley (10) sowie die stellvertretende KGS-Direktorin Mirjam Gerull. Quelle: Tobias Lehmann
Pattensen-Mitte

Das Projekt Schulwald der KGS Pattensen und der Calenberger Schule beginnt mit einem kleinen Fest. Über das rund 2000 Quadratmeter große Gelände südlich des Neubaus schallt Popmusik. Den gesamten Mittwochvormittag pflanzen die rund 1100 Schüler der KGS und der Calenberger Schule dort etwa 1000 Bäume. Die Mitglieder der KGS Schülerfirma haben zur Stärkung 1100 Brötchen geschmiert. Einige Schüler haben sich Plastiktüten um die Schuhe geschnallt, damit diese auf dem regennassen Acker nicht schmutzig werden.

„Es ist das bisher größte Projekt, das unsere Schulen gemeinsam umsetzen“, erläutert die Leiterin der Calenberger Schule, Marita Kappeler. Beteiligt sind außerdem die Stadt Pattensen und die Stiftung Zukunft Wald. „Die Stadt und die Schule haben sich in unserem gemeinsamen Vertrag dazu verpflichtet, dass die Fläche mindestens 30 Jahre lang als Schulwald genutzt wird. Dann werden die Bäume so hoch stehen, dass man das Schulgebäude vom Wald aus nicht mehr sehen kann“, sagt Franz Hüsing, Leiter der Stiftung. Er hat seit 2011 in ganz Niedersachsen bereits 60 Schulwälder gemeinsam mit den jeweiligen Schulen initiiert, einige auch in den Nachbarkommunen. Im Herbst 2019 soll ein Schulwald in Springe angelegt werden.

„Klimaschutz ist in aller Munde. Mein Motto ist: Pflanzt nicht nur Worte, sondern auch Bäume“, sagt Hüsing. Die Schüler pflanzen hauptsächlich Eichen, aber auch Linden und verschiedene Obstbäume. „Dann können die Schüler hier auch mal selbst Kirschen oder Äpfel pflücken und essen“, sagt Hüsing. Zudem sollen noch verschiedene Sträucher angelegt werden, die Insekten und speziell Bienen ein Zuhause bieten können. Hüsing achtet darauf, dass die Bäume in kreisförmigen Formationen gepflanzt werden. „So bleibt dann dazwischen auch noch Platz, um später einzelne Wege anzulegen“, sagt er.

Pflanzen Bäume in den Schulwald: Die Ratsherren Horst Bötger (CDU, von links)), Andreas Ohlendorf (SPD) und Uwe Hammerschmidt (Bündnisgrüne). Der Direktor der Stiftung Zukunft Wald, Franz Hüsing, gibt Tipps. Quelle: Tobias Lehmann

Der Schulwald soll in beiden Schulen auch in den Unterricht einbezogen werden. „Ich kann mir da ganz verschiedene Möglichkeiten vorstellen, vom Biounterricht bis zum Kunstunterricht“, sagt Kappeler. In der KGS wird das Projekt zurzeit vor allem von den Schülern des von der stellvertretenden Direktorin Mirjam Gerull geleitetet Global-Goals-Kurses im zehnten Jahrgang betreut. Die 15-jährigen Schülerinnen Jacqueline, Johanna, Paulina und Shakira wollen jede Woche ein Foto von der Fläche machen und diese dann in einer für alle Schüler zugänglichen App digital festhalten. „So können wir den Fortschritt über die Jahre verfolgen. Wir hoffen, dass die Schüler der nächsten Kurse dieses Projekt fortführen“, sagen sie.

Auch Bürgermeisterin Ramona Schumann sowie die Ratsherren Horst Bötger (CDU), Andreas Ohlendorf (SPD) und Uwe Hammerschmidt (Bündnisgrüne) finden sich vor Ort ein und pflanzen einen Baum in den zum Teil harten Untergrund. Schumann setzt eine Esskastanie in den Boden. „Es war ein politischer Beschluss, dass wir den Schulwald gemeinsam mit den beiden Schulen und der Stiftung umsetzen. Ich finde es toll, weil es ein klassisches Zukunftsprojekt ist, das immer weiter läuft“, sagt sie.

Von Tobias Lehmann

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