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Pattensen Chef soll gekündigte Angestellte im Streit verletzt haben
Umland Pattensen

Verhandlung vor Amtsgericht Springe: Ehemaliger Chef soll auf Parkplatz Postverteilungszentrum Pattenserin verletzt haben

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17:40 23.05.2019
Das Amtsgericht in Springe. Quelle: Andreas Zimmer
Pattensen/Springe

Ein Unternehmer aus Pattensen soll nach Überzeugung des Gerichts einer ehemaligen Mitarbeiterin die Autotür zugeschlagen haben, als diese noch nicht ganz im Wagen saß. Die Frau erlitt eine Verletzung im Schläfenbereich. Der Pattenser musste sich jetzt wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung am Amtsgericht in Springe verantworten.

Vorfall auf Parkplatz des Postverteilungszentrums

Der Vorfall ereignete sich im August vergangenen Jahres auf dem Parkplatz des Postverteilungszentrums in Pattensen-Mitte. Der Angeklagte erblickte seine einstige Angestellte, von der er nach seinen Angaben noch Daten brauchte. „Sie war für uns Lkw gefahren und musste die Fahrerkarte noch auslesen lassen“, berichtete der Angeklagte dem Gericht. Er sei deshalb schnell zu ihr gelaufen, um ihr das zu sagen.

Die Frau aber habe sofort geschrien und gerufen: „Verpiss dich, du Arschloch!“ Daraufhin sei er einfach wieder in sein eigenes Auto gestiegen und weggefahren. „Das war alles“, sagte der 45-Jährige. Er habe seiner ehemaligen Angestellten definitiv nicht die Tür vor der Nase zugeschlagen, beteuerte er.

Angestellte wurde fristlos gekündigt

Der unschönen Begegnung war eine fristlose Kündigung vorausgegangen. Beide Parteien haben sich deshalb inzwischen ebenfalls schon vor dem Arbeitsgericht in einer anderen Verhandlung getroffen. Die Frau berichtete jetzt in ihrer Zeugenaussage zu dem Streit auf dem Parkplatz, dass sie an jenem Tag ihrem einstigen Chef eigentlich aus dem Weg gehen und eine Begegnung möglichst vermeiden wollte. „Er wollte meine Fahrerkarte, aber das ist meine. Ich wollte sie selbst auslesen und ihm die Daten dann zukommen lassen“, berichtete die 39-Jährige. „Als ich schnell in mein Auto einsteigen wollte, hat er mir die Tür an den Kopf geknallt“, sagte sie.

Ein Zeuge berichtete dem Gericht, er habe den Vorfall zwar nicht direkt beobachtet, jedoch zum fraglichen Zeitpunkt einen Schmerzenslaut einer weiblichen Stimme gehört. Die 39-Jährige sagte, die Verletzungen hätten ihr noch länger zu schaffen gemacht. Nach eigenen Angaben sei sie erst in ein Krankenhaus und dann später noch einmal zu einem ärztlichen Notdienst gefahren. Sie habe noch vier Tage lang Schmerzen an der Schläfe verspürt.

Die Strafrichterin am Amtsgericht Springe stellte schließlich das Verfahren wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Körperverletzung gegen den 45-Jährigen ein. Er muss aber eine Geldauflage von 1000 Euro bezahlen. Die Hälfte des Geldes bekommt seine einstige Angestellte, die andere Hälfte soll an das Kinderhospiz Löwenherz mit Sitz in Syke bei Bremen fließen.

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