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Pattensen Windrad Florian erhält ein neues Herz
Umland Pattensen Windrad Florian erhält ein neues Herz
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15:52 31.01.2019
Um den Generator auszutauschen, muss neben Windrad Florian ein Kran aufgestellt werden.
Um den Generator auszutauschen, muss neben Windrad Florian ein Kran aufgestellt werden. Quelle: Torsten Lippelt
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Jeinsen

Hoch hinaus ging es am Mittwoch bei den acht Windrädern des Windparks Schliekum II an der Kreisstraße 219 zwischen Jeinsen und Pattensen-Mitte. Zwar wehte hier ein eisiger Wind über die Felder. Aber eines der Windräder - das Jeinsen am nächsten stehende - stand trotzdem still. Und das ist schon seit längerem so. „Im Dezember 2018 ist beim Windrad NX 70278, dass auch den offiziellen Namen Florian trägt, zeitgleich ein Schaden an zwei elektrischen Großkomponenten aufgetreten: dem Transformator und dem Generator. Der Transformator wurde bereits ersetzt“, begründet Silvia Augustin, Leiterin Kommunikation beim Betreiberunternehmen Windwärts Energie, den nun erfolgten Generatoraustausch, für den jedoch ein großer Autokran erforderlich war.

Um das Windrad namens Florian an der Kreisstraße 219 bei Jeinsen zu reparieren, muss ein Kran aufgestellt werde. Der Auf- und Abbau dauert mehrere Tage. Bald soll Floran wieder Strom produzieren.

Mit dessen Hilfe wurde am Vormittag zunächst die Abdeckung der Maschinenhaus-Gondel abgenommen und der defekte Alt-Generator zum Abtransport auf einen Lkw geladen. Gleich danach erfolgte das Einsetzen des in Größe und Gewicht – rund 7 Tonnen – ähnlichen neuen Bauteils, das als Herzstück jedes Windrades dazu dient, die aufgenommene mechanische Energie aus den Rotorenblättern in die gewünschte elektrische Energie umzuwandeln.

Nach Restarbeiten am Donnerstag gehen die aus Osnabrück angereisten Techniker aktuell davon aus, dass dort ab Freitag schon wieder Strom produziert wird.

Die Windenergieanlage „Florian“ ist eine von fünf Anlagen des Windenergieprojektes Schliekum II. Seit 2004 ergänzen die von Windwärts Energie in Betrieb genommenen fünf Windrädern die drei damals dort bereits laufenden Windenergieanlagen des Projektes Schliekum aus dem Jahr 1999.

Die insgesamt acht Windräder – mit einer Nabenhöhe von 85 beziehungsweise 100 Meter und einem Rotordurchmesser von 77 beziehungsweise 90 Meter - speisen mit einer installierten Gesamtleistung von 14,4 Megawatt umweltfreundlich erzeugten Strom in das öffentliche Netz ein. Jeweils vier der Anlagen stehen dabei auf dem Gebiet der Stadt Sarstedt und der Stadt Pattensen. Und da sich die Grundstückseigentümer nach Auskunft der Betreibergesellschaft Namen für die Windräder aussuchen durften, gehören unter anderem auch Lutz und Isabelle zu Florians quirligen Nachbarn.

Von Torsten Lippelt

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