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Ronnenberg Broschüre erinnert an Schicksal der Ronnenberger Juden
Umland Ronnenberg

Broschüre erinnert an Schicksal der Ronnenberger Juden

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18:17 28.10.2019
Diese Stpolersteine für Max und Rosa Seligmann wurden im Jahr 2016 gesetzt. Quelle: privat
Ronnenberg

Die Stadt Ronnenberg hat im Jahr 2005 als erste Kommune in der Region Hannover drei Stolpersteine für im Holocaust ermordete Juden verlegt. Am Sonnabend, 23. November, werden auf Veranlassung des Fördervereins Erinnerungsarbeit Ronnenberg (FER) weitere 22 Stolpersteine für Ronnenberger Juden im Stadtgebiet gesetzt.

Aus diesem Anlass hat der FER eine 54-seitige Broschüre in deutscher und englischer Sprache mit mehr als 200 Abbildungen herausgebracht. Diese schildert die Geschichte der Ronnenberger Juden und ihr Schicksal zu Zeiten des Naziterrors. Außerdem gibt sie Einblick in den Umgang, den die letzten drei jüdischen Überlebenden aus der Stadt und ihre Familien mit dem Ronnenberg von heute pflegen.

Initiative erinnert an Todesmarsch vom April 1945

Erwähnt wird auch die Erinnerungsarbeit in Ronnenberg, die aus Initiativen von Bürgern in Kooperation mit den christlichen Kirchen hervorgegangen ist. Als ältestes Beispiel wird der „Bußgang nach Bergen-Belsen“ genannt, der 1979, vor genau 40 Jahren, in Empelde entstand und an einen berüchtigten Todesmarsch vom April 1945 erinnert. Vor allem Juden wurden damals über das „ehemalige KZ-Außenlager Hannover-Mühlenberg in das ehemalige KZ Bergen-Belsen“ getrieben, wie es in der Broschüre beschrieben wird. Der Ronnenberger Bußgang sei zu einer „eigenen Initiative in Hannover“ geworden, die jährlich wiederholt wird.

Die Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro beim FER per E-Mail an Erinnerungsarbeit.Ronnenberg@gmx.de bestellt werden.

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Von Uwe Kranz

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