Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ronnenberg Diakonin Vogt-Rosemeyer geht in den Ruhestand
Umland Ronnenberg Diakonin Vogt-Rosemeyer geht in den Ruhestand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:48 28.03.2019
Evelin Vogt-Rosemeyer auf einer Bank vor der Michaeliskirche. Quelle: privat
Anzeige
Ronnenberg

„Obwohl ich solange im Kirchenkreis war, habe ich nie das Gefühl gehabt, dass ich in meiner Arbeit eingefahren war“, erinnert sich Evelin Vogt-Rosemeyer. Die Diakonin blickt auf ein Berufsleben im Kirchenkreis Ronnenberg zurück – insgesamt über 40 Jahre. Am Sonntag, 31. März, wird sie um 15 Uhr im Gottesdienst in der Johanneskirche in Empelde in den Ruhestand verabschiedet.

Evelin Vogt-Rosemeyer gehörte zum ersten Jahrgang, der an der neuen evangelischen Fachhochschule an der hannoverschen Blumhardtstraße studiert hat. Nach der Schule wurde sie zunächst am Birkenhof Hannover als Erzieherin ausgebildet. „In diesem Studium hat sich vieles verändert. Ich kam ja aus einer sehr missionarisch geprägten, frommen Jugendarbeit“, erzählt sie. „An der Fachhochschule bekam ich viele neue Impulse. Es herrschte eine Aufbruchsstimmung in der Kirche. Ich merkte, dass der Glauben nicht nur etwas für mich persönlich ist, sondern dass sich damit auch etwas in der Welt verändern lässt“, erzählt Vogt-Rosemeyer.

Anzeige

Wichtige Arbeit mit Frauen in der Petrusgemeinde

Ihre erste Stelle als Diakonin trat sie Ende 1978 in der Petrusgemeinde in Barsinghausen an. Es reizte sie besonders, dass „dort vieles neu entstand“, erinnert sie sich. Doch zunächst erlebte sie eine Vakanz der beiden Pastorenstellen, bevor dann Pastor Hans-Werner Schmale und später Manfred Otterstätter ihren Dienst aufnahmen. Ihren Beruf erlebte sie als eine sehr abwechslungsreichen Tätigkeit. Zum Beispiel wurde der Eineweltladen gegründet. Es gab schon früh eine internationale Gruppe, „Die Brücke“, die auch eine Familie im mehrjährigen Kirchenasyl in der Gemeinde begleitete und regelmäßig Partnerschaftsbegegnungen mit Jugendlichen in der ehemaligen DDR. Auch die Arbeit mit Frauen war Evelin Vogt-Rosemeyer immer wichtig – Weltgebetstagsgottesdienste, Frauenabende oder Gespräche über feministische Theologie.

Wechsel nach 20 Jahren in die Region Ronnenberg

In der Petrusgemeinde war sie gut 20 Jahre sie für die Arbeit mit Kindern zuständig, außerdem für Konfirmandenunterricht – teils mit über 100 Jugendlichen im Jahrgang. 2009 folgte ihr Wechsel in die Kirchenregion Ronnenberg. Die Begleitung von Krabbelgruppen, von Familienfreizeiten, von Aktivitäten im Familienzentrum in Empelde, Angebote für Frauen oder auch Begegnungen mit Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern prägten nun die Arbeit.

Der Ruhestand mit 65 Jahren mit mehr Zeit für die Familie mit Ehemann, Tochter und Enkeltochter stellt für Evelin Vogt-Rosemeyer nun eine weitere einschneidende Veränderung dar. Sie hofft auf Gelegenheiten zum Lesen und auf viele weitere Begegnungen mit Menschen, die ihr immer wichtig waren und auch weiterhin sind.

Von Uwe Kranz