Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Ronnenberg Ersatz für beschädigte Bäume in Empelde geplant
Umland Ronnenberg Ersatz für beschädigte Bäume in Empelde geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 22.04.2019
Ein Baum befand sich in Höhe des Fahrradfahrers, zwei weitere vor dem geparkten Lieferwagen. Quelle: Stephan Hartung
Empelde

Auf dem Gelände an der Berliner Straße 20 in Empelde ist schon viel passiert. Im Januar 2016 wurde dort die katholische Kirche entwidmet und später abgerissen; zwischendurch hatte die Stadt Ronnenberg das Gotteshaus für rund sechs Monate als Flüchtlingsunterkunft angemietet. Im vergangenen Jahr begannen auf dem Gelände dann die Bauarbeiten für exklusive Eigentumswohnungen. Und vor wenigen Wochen unterlief den Arbeitern der Bauträgerfirma schließlich ein Missgeschick: Ihre Fahrzeuge zerstörten drei Ahornbäume an der Straße.

Kronen stark lädiert

Die Kronen der Bäume waren so stark beschädigt, dass die Bäume nicht mehr zu retten waren. Nun sind sie stark gestutzt worden – auf rund 50 Zentimeter hohe Stammstümpfe. Die verantwortliche Firma muss zudem für Ersatz sorgen. Das sieht die Baumschutzsatzung der Stadt Ronnenberg unmissverständlich vor.

Sechs neue Ahorne

Die neuen Bäume, für die die Firma aus Hannover die Kosten trägt, werden aber nicht direkt vor Ort gepflanzt, sondern auf Ausgleichsflächen – weil am ursprünglichen Standort keine Ersatzvegetation mehr möglich ist. Zu Beginn der ersten Osterferienwoche kam es nun zur endgültigen Abstimmung der geplanten Maßnahmen zwischen der Firma und der Stadt.

Demnach sollen sechs neue Ahornbäume in Kürze einige Meter weiter südlich von der Baustelle in Höhe des Rewe-Supermarktes in die Erde gebracht werden. Außerdem sind für den Stichweg, der von der Berliner Straße in Richtung Brandenburger Straße abzweigt, vier Säuleneichen vorgesehen – das sind besonders schmalkronige Bäume. In diesem Bereich nahe des großen Garagenhofes hat die Stadt eine Parkbucht bearbeitet, um dort für die Pflanzungen einen Rasenstreifen wiederherzustellen.

Wartet Stadt bis zum Herbst?

Bleibt nur die Frage zu klären: Wann geht es los? „Wir müssen uns überlegen, ob eine Frühjahrsbepflanzung noch Sinn macht“, sagt Astrid Wendt vom Team Ökologie und Klimaschutz der Stadt Ronnenberg auf Anfrage dieser Zeitung. Die Expertin der Verwaltung weist darauf hin, dass der Austrieb der Bäume schon begonnen hat. „Normalerweise pflanzt man bis Ende April. Wenn wir das nicht mehr schaffen, dürfte es eine Herbstbepflanzung werden – zumal wir die Bäume dann nicht den ganzen Sommer über bewässern müssen“, erklärt Wendt.

Von Stephan Hartung

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Weetzener Jens Janowski macht Stand-Up-Comedy. Im November tritt er im Gemeinschaftshaus in Ronnenberg auf. Er ist absoluter Newcomer.

17.04.2019

Beim Aha-Kompostmarkt in Weetzen haben sich etwa 200 Hobbygärtner für den Eigenbedarf mit insgesamt rund 35 Tonnen kostenlosem Qualitätskompost aus Bioabfall eingedeckt.

19.04.2019

Klangvolle Rückkehr: Die Benther Kirchenorgel ist nach ihrer Wartung und Instandsetzung beim Orgelbaumeister Jörg Bente nun wieder offiziell in der Ronnenberger Ortschaft in Betrieb genommen worden.

16.04.2019