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Ronnenberg In den Grundschulen werden die Unterrichtsräume knapp
Umland Ronnenberg

In den Ronnenberger Grundschulen werden die Unterrichtsräume knapp

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15:04 21.10.2019
In der überfüllten Theodor-Heuss-Schule sorgen die geräumigen allgemeinen Unterrichtsräume in Containern für vorübergehende Entlastung. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Seit einigen Jahren sieht sich die Stadt Ronnenberg als kommunaler Schulträger für vier Grundschulen und die KGS Marie Curie Schule mit steigenden Schülerzahlen konfrontiert. In einer Vorlage für den Bildungsausschuss des Rates hat die Verwaltung jetzt die aktuelle Schülerzahlenentwicklung zusammengefasst. Die Ergebnisse: Die Marie Curie Schule ist bei Schülern im Stadtgebiet und dem Umland weiterhin beliebt. Den Grundschulen fehlen dagegen in der Zukunft allgemeine Unterrichtsräume, da die Einrichtungen aufgrund der größer werdenden Nachfrage mehr Züge, also Klassen pro Jahrgang, anbieten müssen. Maßnahmen zur Entspannung der Situation sind allerdings teilweise bereits in der Planung.

Zahl der Erstklässler steigt wieder an

Der Bau eines Ergänzungsgebäudes der Marie Curie Schule, die die derzeit noch in Ronnenberg untergebrachten Jahrgänge 5 und 6 beziehen sollen, wird nach Ansicht der Verwaltung die Attraktivität der KGS weiter erhöhen. Ziel sei es, so der Bericht zu den Schülerzahlen, dass auch weiterhin die einzelnen Jahrgangsstufen neunzügig betrieben werden können. Im abgelaufenen Schuljahr stammten von den insgesamt 1490 Mädchen und Jungen, die die KGS besuchten 929 (rund 61 Prozent) aus Ronnenberg, der Rest aus den umliegenden Kommunen. Von den 1345 Ronnenberger Kindern und Jugendlichen, die auf weiterführenden Schulen unterrichtet wurden, besuchten 830 (rund 62 Prozent) die Marie Curie Schule. Weitere 515 Mädchen und Jungen wurden an Schulen außerhalb der Stadtgrenzen unterrichtet.

Nach einem leichten Rückgang der Erstklässler im vergangenen ist die Zahl der Einschulungen im laufenden Schuljahr prognosegemäß wieder angestiegen. Auch in den kommenden Jahren sieht die Verwaltung eine weitere Zunahme der Einschulungen kommen. Einzig auf den Betrieb der kleinen Benther Grundschule dürfte das keine Auswirkungen haben. Dort sollte auch nach neuen Berechnungen weiterhin nur einzügig unterrichtet werden.

Neubau schafft Entspannung in Empelde

Anders in Empelde. Hier erwarten die Verwaltungsmitarbeiter – je nach Berechnungsgrundlage – bis zum Schuljahr 2028/2029 einen Bedarfsanstieg auf bis zu sieben Züge. Aktuell bietet die Theodor-Heuss-Schule in der Barbarastraße fünf Züge an, schafft dies aber nur mit Zuhilfenahme von zwei allgemeinen Unterrichtsräumen, die in Containern untergebracht sind. Der Neubau einer dreizügigen Grundschule Auf dem Hagen soll in diesem Stadtteil die entscheidende Entlastung bringen. Der Baustart ist 2020 geplant.

Nicht neu bauen muss die Stadt in Ronnenberg, obwohl auch hier die allgemeinen Unterrichtsräume knapp werden. Je nach Berechnungsgrundlage könnte bereits im Schuljahr 2020/2021 die Schülerzahl für derzeit drei Züge überschritten werden. Mittelfristig sind nach allen Prognosen vier Züge notwendig. Allerdings werden mit Umzug der benachbarten Marie Curie Schule (5. und 6. Jahrgang) nach Ronnenberg die benötigten Räume frei. Bis dahin soll die Auslagerung von Hortgruppen in einen Container am Mühlenrär die nötige Entspannung in der Raumsituation bringen.

Knifflige Lage in Weetzen

Kniffliger ist die Lage an der Regenbogenschule in Weetzen. Auch hier erwarten die Planer eine Erweiterung um einen auf dann drei Züge. Vorübergehend könnte der Musikraum der Einrichtung als allgemeiner Unterrichtsraum genutzt werden. Hort und Hausaufgabenhilfe sind bereits in das ehemalige Gasthaus Lüerßen umgezogen. Allerdings hat der Schulträger auch für diesen Standort bereits Gedankenspiele für eine Erweiterung auch in Richtung Ganztagskonzept entwickelt. Der Start der konkreten Planungen ist aber wohl erst nach Abschluss der beiden Neubauten in Empelde möglich.

Alle Grundschulstandorte bereitet die Stadtverwaltung zudem auf eine Erweiterung zur Ganztagsschule vor. Durch den Erlass „Die Arbeit in der Ganztagsschule“ werde dieser Schulform neue pädagogische und personelle Möglichkeiten eröffnet, heißt es in der Vorlage. Dadurch würden sich zukünftig auch Grundschulen vor der Herausforderung sehen, mittelfristig die Ganztagsschule umzusetzen.

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Von Uwe Kranz

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