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Ronnenberg Johanniter in Ronnenberg bitten um Masken
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Johanniter in Ronnenberg bitten um Maskenspenden

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11:39 04.05.2020
Eva Kaus, Leiterin der Johanniter-Kita Märker Strolche in der Wennigser Mark, näht im Homeoffice Behelfsmasken für den Ortsverband Deister. Quelle: privat
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Ronnenberg

Trotz erster Lockerungen im gesellschaftlichen Leben ist die Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei. Die Johanniter des Ortsverbands Deister in Ronnenberg wollen deshalb in der Krise eine Zusatzausstattung an Masken anlegen. „Wir bitten deshalb auch jetzt die Bürger um Maskenspenden“, sagt der Ronnenberger Dienststellenleiter Olav Grote.

Auch kleine Mengen von selbstgenähtem Behelfs-Mund-Nasenschutz seien willkommen, sagt er. Wer Masken in Ronnenberg abgeben möchte, kann unter der kostenfreien Servicehotline (0800) 0019 214 der Johanniter-Unfall-Hilfe einen Übergabetermin vereinbaren – die Ronnenberger Dienststelle am Hagacker 5b ist bis auf Weiteres nur eingeschränkt erreichbar.

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Nach Einführung der Maskenpflicht in Niedersachsen beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr sei die Beschaffung von Behelfsmasken schwieriger geworden, erklärt Grote. Zwar seien bereits Spenden beim Ortsverband eingegangen, es bestehe aber weiter Bedarf. Gebraucht werden Behelfsmasken unter anderem im Johanniter-Treffpunkt der Seniorenresidenz am Nedderntor in Gehrden.

Selbst genähte Masken entlasten Rettungsdienste an anderer Stelle

Die Begegnungsstätte arbeitet eingeschränkt, um Neuansteckungen zu vermeiden. „Aber ich bin immer für die Anwohner ansprechbar“, betont die Leiterin des Treffpunkts Monika Kottke. Sie erledigt auch Besorgungen für die Senioren und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. „Da passiert sehr viel telefonisch“, berichtet sie. Für notwendige persönliche Begegnungen muss sie dennoch Schutzmaßnahmen befolgen. Dazu gehören der Sicherheitsabstand und das Tragen einer Gesichtsmaske. Auch Freiwilligendienstleistende, Kita-Mitarbeiter und Johanniter, die im Empelder Pflegestützpunkt unterwegs sind, benötigen selbst genähte Masken. Sie schützen nicht den Träger vor Ansteckungen, sondern immer sein Gegenüber.

Der Einsatz selbst genähter Masken entlastet die Hilfsorganisation an anderer Stelle: Die Beschaffung von professionellem Schutzmaterial ist seit Beginn der Krise eine beständige Herausforderung. Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Handschuhe und Co. werden bereits seit Ende Februar vom Landesverband der Johanniter in Niedersachsen und Bremen zentral beschafft. Dieses Material geht dann an die 48 Ortsverbände. Der Ortsverband Deister benötigt das Material unter anderem für seine Hausnotrufeinsätze sowie für die Pflegedienste und die rund 30 Rettungswachen.

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Von Uwe Kranz

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