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Ronnenberg 60.000 Euro für drei Jahre
Umland Ronnenberg 60.000 Euro für drei Jahre
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00:25 15.04.2018
Sie haben gut lachen: Rudolf Thierbach (von links), Peter Schaprian und Otmar Haas freuen sich über die Förderung der Region. Quelle: Stephan Hartung
Empelde

 Große Freude bei den Verantwortlichen des Niedersächsischen Museums für Kali- und Salzbergbau: Von der Region Hannover erhält der Verein eine Förderung von 60.000 Euro, gestaffelt auf jeweils 20.000 Euro pro Jahr von 2018 bis 2020. Beim eingetragenen Verein, der wie das Museum heißt, wird dieses Thema sicherlich am heutigen Freitag im Mittelpunkt stehen. Um 18 Uhr beginnt in den Räumen, An der Halde 8, in Empelde die Mitgliederversammlung.

„Wir haben uns über die Nachricht von der Region sehr gefreut. Das Geld können wir gut gebrauchen“, sagt Otmar Haas. Der zweite Vorsitzende, der sich während der Versammlung zum neuen Vereinschef wählen lassen möchte, betont, „dass wir unsere Ausgaben nicht allein aus den Beiträgen von 80 Mitgliedern leisten können“. Um ein Museum weiterzuentwickeln, sagt Haas, seien jährlich 3000 Euro notwendig.

Dieses Geld ist nun vorhanden. Wie die Mittel aufgeteilt und verwendet werden, will der Verein in Kürze mit dem Niedersächsischen Museumsverband besprechen. Pläne hat der Verein aber bereits, entsprechende Vorstellungen musste er bereits bei der Antragstellung für die Förderung formulieren. „Wir benötigen neues Führungspersonal, müssen auch unser Konzept überarbeiten sowie kleine Sanierungen vornehmen“, sagt Haas.

Das ist das Förderprogramm der Region

Mit einem dreijährigen Förderprogramm unterstützt die Region Hannover regionale Kulturstätten mit insgesamt 200.000 Euro pro Jahr. Ab Mai 2018 bis zum Jahr 2020 erhalten elf ausgewählte Vereine und Kultureinrichtungen aus der Region die neue Institutionelle Förderung – bis zu 25.000 Euro jährlich. Dafür hat der Ausschuss für Schulen, Kultur und Sport der Region nun grünes Licht gegeben. Abschließend entscheidet der Regionsausschuss am 8. Mai, was jedoch als Formsache gilt. 

 23 Anträge auf Institutionelle Förderung sind in der dreimonatigen Antragsfrist bei der Region eingegangen, elf Anträge konnte der Beirat – bestehend aus fünf Regionsabgeordneten und zwei Beschäftigten der Region – bewilligen. Antragsberechtigt waren nichtstaatliche und nichtstädtische Kultureinrichtungen und Vereine aus der Region Hannover, deren Inhalte den Bereichen der bildenden oder der darstellenden Kunst, Film, Fotografie Literatur, Medien, Museum oder Musik zuzuordnen sind. Dazu zählt auch das Niedersächsische Museum für Kali- und Salzbergbau in Empelde. hg

Zudem will der Verein, 1996 gegründet zum Abschluss der vier Jahre andauernden und in Eigenregie durchgeführten Umbauarbeiten der Räumlichkeiten zum Museum, die Ausstellung für Kinder und Schulen attraktiver gestalten. Geplant ist beispielsweise der Kauf von Mikroskopen für eine gesamte Klasse, damit die Kinder die Salzkristalle vergrößert anschauen können. „Die Kinder wissen doch heute gar nicht mehr, was Kali- und Salzbergbau ist“, sagt Rudolf Thierbach, früherer Museumsleiter. Mit solchen Konzepten, außer für Schulen natürlich auch für Familien, wolle man das Museum attraktiver machen. In Spitzenzeiten zählten die Verantwortlichen zuletzt bis zu 3000 Besucher jährlich. 

„Bis zum Ersten Weltkrieg war hier in Empelde das bundesweite Monopol für Kaliabbau“, berichtet Thierbach. 1973 wurde das Werk Hansa stillgelegt. Das Museum erzählt die ereignisreiche Geschichte vom Kali- und Salzbergbau. Es ist sonntags, außer feiertags, von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Spenden sind aber auch weiterhin stets willkommen. 

Von Stephan Hartung

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