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Nachrichten Anwohner klagen Umwege
Umland Ronnenberg Nachrichten Anwohner klagen Umwege
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18:57 21.07.2014
Von Ingo Rodriguez
Linksabbiegen Ronnenberg geht nicht Bundesstraße 217 Quelle: Ingo Rodriguez
Ronnenberg

Richtig aufgefallen ist die Problematik bislang offenbar nur betroffenen Anwohnern - bis eine Besucherin der jüngsten Bürgerversammlung vor den verblüfften Fraktionsvorsitzenden ihren Unmut über die Verkehrslage zum Ausdruck brachte.

Seitdem mehren sich die Stimmen der unzufriedenen Anlieger. Offenbar fühlen sich viele Bewohner verkehrsmäßig isoliert. Nicht einmal eine Busverbindung gibt es zu dem Wohngebiet. Um zu Fuß in den Ortskern zu gelangen, ist ein stattlicher Marsch nötig.

Im Mittelpunkt der Kritik steht jedoch eine fehlende Verbindung zu den beiden Fahrspuren der B 217, die von Weetzen aus nach Hannover führen. „Um dorthin zu kommen, müssen wir vom Mühlenrär erst in die Gegenrichtung nach Weetzen und eine Schleife fahren“, sagt Doris Degen, die in einer Nebenstraße des Mühlenrärs wohnt.

Einen weiteren Anwohner stört zudem, dass das Wohngebiet auch für Autofahrer, die auf der B 217 aus Weetzen kommen, nicht direkt zu erreichen ist. „Es gibt keine Möglichkeit zum Linksabbiegen, deshalb muss man erst zum Ihmer Tor und dann durch den ganzen Ort fahren“, sagt der Mann.

Ein dritter Kritikpunkt: Die Geschwindigkeitsregelung auf der Bundesstraße. „Nach der Ampel am Ihmer Tor ist hinter dem Ortsausgang schon Tempo 100 erlaubt“, sagt Degen. Deshalb sei es immer wieder zu beobachten, wie Autofahrer am Mühlenrär auf dem kurzen Beschleunigungsstreifen in gefährliche Situationen gerieten.

Zumindest in diesem Punkt signalisieren die Kommunalpolitiker Gesprächsbereitschaft. „Wir werden es an die Region weitergeben und anregen, nach dem Ortsausgangsschild zunächst Tempo 70 und erst hinter dem Mühlenrär Tempo 100 anzuordnen“, sagte Torsten Jung von den Freien Wählern schon bei der Bürgerversammlung. Auch Hans-Heinrich Hüper (CDU), Jens Williges (Grüne) und Rüdiger Wilke (SPD) sprachen sich dafür aus, die zuständige Verkehrsbehörde mit der Temporegelung zu konfrontieren.

Eine Anbindung des Mühlenrärs an die Fahrspuren der B 217 in Richtung Hannover scheint dagegen ausgeschlossen. Dort die Mittelleitplanke zu unterbrechen, um eine Ampelkreuzung einzurichten sei weder sinnvoll noch realistisch - so lautet die fraktionsübergreifende Meinung.

Joachim Ernst von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bestätigt das in einer ersten Einschätzung. Dort eine Kreuzung einzurichten, widerspräche dem Charakter einer Bundesfernstraße. Es sei durchaus gewollt, außerhalb von Ortsdurchfahrten nicht alle Bereiche mit Zufahrten auszustatten. „Jedes Lichtsignal bedeutet dort einen zusätzlichen Gefahrenpunkt, jede Kreuzung birgt Konfliktsituationen“, sagt Ernst. Im Gesetz sei angeordnet, dass sich der Bundesfernstraßenverkehr durch Sicherheit und Leichtigkeit auszeichne - und nicht durch unnötige Stopps.

Von Ingo Rodriguez

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