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Umland Ronnenberg Nachrichten Seniorenbeirat nimmt Volksbank in die Pflicht
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00:16 29.06.2017
Seit Mai steht die ehemalige Filiale der Volksbank in Weetzen leer. Nun gibt es nur noch einen Geldautomat in Ronnenberg. Doch viele Senioren kommen dort nur schwer hin. Der neue Seniorenbeirat wünscht sich eine Lösung und könnte sich Fahrgemeinschaften und Kurse fürs Online-Banking vorstellen. Quelle: Marcel Sacha
Ronnenberg

Der Seniorenbeirat mit seinen elf Mitgliedern will den Rat mit seinen Ausschüssen und die Öffentlichkeit auf die Interessen älterer Mitbürger aufmerksam machen und darauf hinwirken, dass diese Belange auch berücksichtigt werden. Ein erstes konkretes Thema hat das neue Gremium bereits gefunden. "Unser Ziel ist es, dass alle Bürger Weetzens, Lindertes und Vöries wieder die Möglichkeit haben, unkompliziert an Bargeld zu kommen", sagt die Vorsitzende Doris Eickemeyer. Hintergrund ist die seit Mai geschlossene Filiale der Volksbank in Weetzen. Nun steht den Kunden des Bankinstituts im gesamten Stadtgebiet nur noch Am Weingarten in Ronnenberg ein Geldautomat zur Verfügung.

Eickemeyer könnte sich vorstellen, dass sich Fahrgemeinschaften für die Senioren aus den weiter entfernten Ortsteilen gründen. Der Seniorenbeirat überlege zudem, noch einmal Kontakt zur Volksbank aufzunehmen. "Dass die Entscheidung zurückgenommen wird, ist natürlich utopisch", sagt Eickemeyer. Der Beirat könnte sich allerdings gut vorstellen, dass das Geldinstitut Kurse anbietet, in denen die Senioren im Online-Banking fit gemacht werden. "Das wäre zumindest ein Schritt in die richtige Richtung", sagt Eickemeyer.

Um weitere relevante Themen strukturiert zu erarbeiten und die Arbeitsschwerpunkte genauer zu definieren, hat der Seniorenbeirat themenbezogene Arbeitsgruppen gebildet. In diesen beschäftigen sich jeweils zwei bis fünf Mitglieder mit Kultur und Bildung, Verkehr und Mobilität, Sport, Gesundheit und Pflege sowie Stadtentwicklung, Wohnen und Umwelt. Bis zur nächsten Sitzung am Mittwoch haben die Gruppen Zeit, sich zu überlegen, was ihnen besonders wichtig ist. Das können zum Beispiel Kooperationen mit dem Sportverein oder Lese- und Filmabende sein. Damit es zügig voran geht, hat der Beirat bereits jetzt seinen Turnus geändert. Statt nur zweimal im Jahr treffen sich die Senioren nun monatlich. "Wir wollen schließlich etwas bewegen in Ronnenberg", sagt Eickemeyer.

Inzwischen wurde auch ein erweiterter Vorstand gewählt. Neben der Vorsitzenden und Schriftwart Udo Witt, die bereits während der konstituierenden Sitzung im April gewählt worden waren, ergänzen nun Jürgen Kruse und Otmar Haas den Vorstand und haben die Ämter des ersten beziehungsweise zweiten stellvertretenden Vorsitzenden übernommen.

Im Landes- und Regionsseniorenbeirat werden Eickemeyer und Kruse künftig die Ronnenberger Interessen vertreten. In den Fachausschüssen sind Ulf Norloch für Finanzen, Steuerung, Stadtentwicklung und Gebäudewirtschaft, Eickemeyer für Bildung, Jugend, Sport, Soziales, Senioren, Gleichstellung und Integration und Haas für Stadtplanung, Ökologie, Wirtschaft und Feuerschutz als beratende Mitglieder mit dabei. 

Drei Fragen an die Vorsitzende des Seniorenbeirats Doris Eickemeyer

HAZ: Was will der Beirat mit seiner Arbeit erreichen?

Eickemeyer: Wir hören häufig, dass Leute sagen, man bräuchte gar keinen Seniorenbeirat in Ronnenberg. Wir möchten aber auch für Senioren da sein, die sich vielleicht nicht trauen Probleme anzusprechen, und ihnen die Möglichkeit geben sich zu äußern, zum Beispiel durch einen anonymen Hinweis, den wir dann aufgreifen und weiter ausarbeiten. Wir sind sozusagen das Sprachrohr für die Senioren der Stadt.

HAZ: Gibt es Themen, die schon jetzt Priorität haben?

Eickemeyer: Nein, wir werden uns erst einmal alle Vorschläge anhören. Natürlich werden wir nicht alles davon umsetzen können, vieles hört sich sehr schön an, ist aber nicht machbar. Wir möchten das Kultur- und Freizeitangebot für Senioren verbessern, aber auch Themen wie Pflege, von denen wir Mitglieder vielleicht nicht einmal selbst betroffen sind, aufgreifen. Dafür arbeiten wir sehr eng mit der Stadt, speziell mit Frau Peterat vom Team Soziale Dienste zusammen.

HAZ: Wie weit ist der Seniorenbeirat schon vorangekommen?

Eickemeyer: Bis jetzt haben wir ausschließlich organisatorische Sachen klären können, aber ab der nächsten Sitzung geht es dann um die Inhalte. Da stellt jede Arbeitsgruppe ihre Ergebnisse vor. Wir nehmen langsam Fahrt auf und es sieht so aus, als ob aus der Idee wirklich was werden wird und wir was bewegen könnten. Vielleicht noch nicht in der nächsten Sitzung, aber es geht langsam voran.

Die Vorsitzende des Ronnenberger Seniorenbeirats, Doris Eickemeyer. Quelle: Marcel Sacha

Von Johanna Kruse und Marcel Sacha

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