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Umland Ronnenberg Nachrichten Kitas: CDU sieht Gebührenfreiheit kritisch
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16:24 15.01.2018
Die Gebührenfreiheit für Kitaplätze in Niedersachsen wird von der CDU-Basis kritisch gesehen. Symbolbild.
Die Gebührenfreiheit für Kitaplätze in Niedersachsen wird von der CDU-Basis kritisch gesehen. Symbolbild. Quelle: dpa
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Empelde

 Dass es in politischen Parteien durchaus zu unterschiedlichen Meinungen zwischen Landesvorstand und Basis kommen kann, hat der Neujahrsempfang der CDU Empelde bewiesen. Vor rund 50 Gästen – darunter auch viele ohne Parteibuch – nannte Ortsverbandsvorsitzender Denis Strickrodt die Entscheidung der neuen Landesregierung aus SPD und CDU, die Gebühren für Kindergartenplätze in Niedersachsen abzuschaffen, als „nicht sonderlich glücklich“ – vor allem aus kommunaler Sicht. Wie Hans-Heinrich Hüper, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, erläuterte, sei die Finanzierung dieses Vorhabens noch keinesfalls geklärt. Eine finanzielle Mehrbelastung der Stadt könne nicht ausgeschlossen werden. Dies bekräftigte auch Bürgermeisterin Stephanie Harms, die auf dem Neujahrsempfang ebenfalls einen Ausblick auf das Jahr 2018 gab.

Aus Stickrodts Sicht wäre es besser, wenn das Geld, das den Städten und Kommunen durch die Gebührenfreiheit zukünftig fehlen könnte, zumindest teilweise in die Ausbildung der Erzieher fließen würde. Statt die Gebühren komplett abzuschaffen, wäre eine moderate Beitragssenkung sinnvoller und nachhaltiger gewesen, erklärte er. Seine Sorge: Langfristig könnte die Qualität der Betreuung unter der Gebührenfreiheit leiden – zumal die Herausforderungen für die Erzieher nicht kleiner würden. Durch die zunehmende Zahl an Migrantenkindern müssten sie sich nicht nur um die Betreuung, sondern auch vermehrt um die Sprachausbildung der Jungen und Mädchen kümmern, sagte Strickrodt. Für ihn stehe fest: „Die Qualität der Betreuung geht immer vor.“

Darüber hinaus wurden auf dem Neujahrsempfang im Gasthaus Öhlers der anstehende Bau der zweiten Grundschule in Empelde sowie der aktuelle Antrag der CDU-Stadtratsfraktion diskutiert. Danach soll die Stadtverwaltung prüfen, ob eine Fremdvergabe von Kehrleistungen im Stadtgebiet wirtschaftlicher sei als diese Aufgabe in städtischer Hand zu belassen.

Von Marcel Sacha