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Umland Ronnenberg Nachrichten Die Ihme ist ein Paradies für die Büffel
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18:44 12.12.2011
Foto: Friedrich Hüper erläutert den Besuchern das Wasserbüffelprojekt an der Ihme.
Friedrich Hüper erläutert den Besuchern das Wasserbüffelprojekt an der Ihme.
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Seit genau einem Monat sind die Wasserbüffel im Ort. Gestern öffneten Doris und Fritz Baumgarte erstmals die Stalltore, und gaben einen Blick auf die sanften Riesen frei. Vom Frühjahr an sollen Büffel Anton und seine kleine Herde entlang der Ihme Naturschutz betreiben.

Initiator Friedrich Hüper, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Mittlere Leine, erläuterte das Projekt. „Die Wasserbüffel bringen uns den Laubfrosch wieder“, beschrieb Hüper den Einsatz seiner neuen Mitarbeiter: Die Büffel sollen die Seitenräume der Ihme umweltschonend beweiden. Der dadurch geschaffene Lebensraum werde sich positiv auf zahlreiche Tier- und Pflanzenarten auswirken. „Die Ihme ist eine Büffelparadies“, sagt Peter Biel aus Hatten bei Oldenburg voraus, der sich selbst gern als Vater der Idee bezeichnet, Wasserbüffel im Naturschutz einzusetzen. Projekte an der Hunte und am Steinhuder Meer zeigten eindrucksvoll, wie gut sich die Natur mit den Wasserbüffeln entwickelt. „Die fressen sogar Brennnesseln und Disteln“, sagte Biel.

Zwischen Stapelteichen und S-Bahn-Linie wird ein Netz aus Flächen gespannt. Diese sollen die Büffel dauerhaft beweiden. Die zahlreichen Helfer auf dem Hof waren gestern an den grünen Shirts mit dem Aufdruck „Wasserbüffelfarm Kothensen“ zu erkennen. Der Name des Calenberger Projektes bezieht sich auf das ehemalige Dorf Kothensen im Bereich der Ihme-Aue.

Michael Hemme