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Nachrichten THS-Schüler erteilen Rassismus eine Absage
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00:16 29.06.2017
An der Theodor-Heuss-Schule ist jeder Schüler willkommen, egal welcher Herkunft. Quelle: Marcel Sacha
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Empelde

Die Theodor-Heuss-Grundschule (THS) hat es sich zur Aufgabe gemacht, für alle Schüler jeglicher Nationalität und Herkunft eine Wohllfühlatmosphäre zu schaffen. Unterstützung dabei lieferten nicht zuletzt mehrere freiwillige Flüchtlingspaten aus den Reihen der Viertklässler. Sie kommen nach den Sommerferien auf die weiterführenden Schulen. An der Grundschule "hinterlassen sie aber deutliche Spuren", sagt Katharina Jasiniecki, Schulsozialarbeiterin und Initiatorin des Flüchtlingspatenprojektes an der THS.

Zu den letzten Aktivitäten der Flüchtlingspaten zählt die Vorbereitung zur Aufnahme in das europaweite Netzwerk "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage". Um in dieses Netzwerk aufgenommen zu werden, muss die Schule mehrere Bedingungen erfüllen. Unter anderem müssen mindestens 70 Prozent aller Schüler und Lehrer eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben, dass sie sich gegen jede Form von Diskriminierung wenden und im Fall der Fälle aktiv dagegen vorgehen.

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Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Flüchtlingspaten zusammen mit gemalten Bildern, die die Thematik behandeln, einen Brief an alle Schulklassen mit der Bitte versendet, dieser Verpflichtung zuzustimmen. Mit Erfolg, wie sich zeigt: Mehr als 85 Prozent der Schüler haben unterschrieben. Im nächsten Schritt soll nun der Aufnahmeantrag an die Bundeskoordination geschickt werden - mit dem Ziel, dass die Schule im nächsten Schuljahr den Titel "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" erhält.

Als Projektpatin unterstützt Ronnenbergs Bürgermeisterin Stephanie Harms die Theodor-Heuss-Schule in Empelde. Die Kampagne sei "ein tolles Projekt, welches sich seit über 20 Jahren bewährt hat und nun hoffentlich auch im Stadtgebiet Ronnenberg umgesetzt wird", sagt sie.

Von Marcel Sacha

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