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Nachrichten Diskussion um „Runibergun“ hält an
Umland Ronnenberg Nachrichten Diskussion um „Runibergun“ hält an
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18:46 28.11.2013
Annette von Boetticher stellt den Verlauf ihres Lehrauftrags zu Ronnenbergs Geschichte vor. Quelle: Carsten Fricke
Ronnenberg

Ausführlich stellte die Wissenschaftlerin aus dem Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover den rund 60 Besuchern in der Marie-Curie-Schule ihren Lehrauftrag zu Ronnenbergs mittelalterlicher und neuzeitlicher Geschichte dar, den die Stadt mit 2000 Euro unterstützte. Dabei beschränkte sie sich vor allem auf Erläuterungen zum wissenschaftlichen und didaktischen Vorgehen.

Nur kurz ging von Boetticher auf eine mögliche Ersterwähnung Ronnenbergs in sechs von ihren Studenten untersuchten mittelalterlichen Schriftquellen über eine Schlacht zwischen Franken und Thüringen im Jahr 531 ein, in der die Ortsbezeichnung „Runibergun“ vermerkt ist. „Hier kommt eine Vielzahl von Orten allein aus dem niedersächsisch-thüringischen Bereich in Betracht“, sagte von Boetticher. Damit könnten ebenso Ronneburg bei Nebra und Ronneburg östlich von Gera wie auch die Rhön, der kleine und große Ronneberg im Harz oder auch andere Orte gemeint sein. „Die Tendenz geht aber eher in Richtung Thüringen“, räumte die Historikerin ein.

Insbesondere viele Mitglieder des Heimatbundes um ihren Vorsitzenden Karl-Friedrich Seemann gaben sich damit nicht zufrieden. Trotz mehrerer Nachfragen blieb von Boetticher dabei, dass sich nicht eindeutig klären lasse, wo sich das in den Quellen genannte „Runibergun“ befinde und eine genauere Forschung dazu einen Lehrauftrag übersteige. Für einen Forschungsauftrag zu Ronnenbergs Alter müsste die Stadt das zehn- bis hundertfache der Summe aufbieten, die für den Lehrauftrag gezahlt wurde, sagte von Boetticher. Die Knochenfunde aus Ronnenberg, die Wissenschaftler der Universität Erlangen kürzlich eindeutig der Merowingerzeit (480 bis 750 nach Christus) zuordneten, seien kein Thema ihrer Lehrveranstaltung gewesen.

Wilhelm Kulke vom Arbeitskreis Ronnenberger Stadtgeschichte, der zu dem Vortrag eingeladen hatte, hob hervor, dass allein über die Knochenfunde nicht auf das Alter der Stadt geschlossen werden könne. „Man weiß nur, dass dort zu dieser Zeit Menschen gelebt haben“, sagte er. Eine ununterbrochene Besiedlung beweise dies nicht.

„Wir sind weiter auf der Suche und im Gegensatz zu Herrn Kulke bin ich der Meinung, dass wir absehbar zu einer Altersangabe kommen“, entgegnete Seemann.

Carsten Fricke

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