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Umland Ronnenberg Nachrichten Kiefern und Kastanien müssen Brandschutz weichen
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19:29 10.09.2015
Von Sarah Dettmer
Damit die Stadtmitarbeiter im Fall eines Feuers aus den Büros im Dachgeschoss des Rathauses über die Drehleiter gerettet werden können, müssen einige Bäume gefällt werden.
Damit die Stadtmitarbeiter im Fall eines Feuers aus den Büros im Dachgeschoss des Rathauses über die Drehleiter gerettet werden können, müssen einige Bäume gefällt werden. Quelle: Kerstin Siegmund
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Einige Anwohner sind empört, dass auch eine alte Kastanie gefällt werden soll. Der Grund ist ein Brandschutzkonzept, das die Verwaltung in Abstimmung mit der Region für das Verwaltungsgebäude erarbeitet hat. Damit die Stadtmitarbeiter bei einem Feuer auch aus den Büros im Dachgeschoss des Rathauses gerettet werden können, muss eine Aufstellfläche für die Feuerwehrdrehleiter geschaffen werden.

Weil es kein zweites Treppenhaus im Rathaus gibt, muss die Stadt andere Fluchtmöglichkeiten für die Mitarbeiter schaffen. Dazu gehört auch ein sicherer Ausstieg aus den Büros unter dem Dach.

Dafür lässt die Stadt am Westgiebel des Rathauses zwei hohe Kiefern sowie eine Kastanie und einen kleinen Apfelbaum beseitigen. An der Ostseite muss ebenfalls eine Kastanie dem Brandschutz weichen. Das schmerzt nicht nur die Anwohner. „Wir würden uns am liebsten an die Bäume ketten“, sagte eine Stadtmitarbeiterin. In den kommenden drei Jahren sollen die Flure in der ersten und zweiten Etage für den Brandschutz abgeschottet und auch neu gestrichen werden. Insgesamt 65.000 Euro sind für die Sicherheit der Mitarbeiter und Besucher eingeplant.

Das Brandschutzkonzept für das Rathaus, bis Anfang der Siebzigerjahre Verwaltungssitz des Kalibergwerks Hansa, wurde im Zusammenhang mit Umbauarbeiten im Erdgeschoss entwickelt. „Die Brandschutzexperten der Region haben uns erhebliche Auflagen gemacht, als wir vor zwei Jahren den Empfangsbereich verändern wollten“, sagt der städtische Fachbereichsleiter Frank Schulz. Als eine Maßnahme wird nun die Aufstellfläche für die Drehleiter der Feuerwehr geschaffen.

Kerstin Siegmund 10.09.2015
Kerstin Siegmund 09.09.2015