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Umland Ronnenberg Nachrichten Linderte wehrt sich gegen Südlink-Trasse
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21:42 12.01.2015
Von Kerstin Siegmund
Die Gehrdener Gesine und Bernd Steinbach zeigen anhand eines Modells der Margarethenkirche und herkömmlicher Stromleitungen, wie hoch die geplanten Masten sein könnten. Quelle: Heidi Rabenhorst (Archiv)
Gehrden

Hans Brandenburg ist aufgebracht. „Das ist ein völlig undemokratisches Verfahren“, sagt der Pensionär, nachdem er beim Neujahrsempfang des Ortsrates Linderte Details der geplanten Stromtrasse Südlink erfahren hatte. Diese Route war Anfang Oktober, völlig überraschend für die Kommunen im Calenberger Land und deren Bewohner, vom Betreiber Tennet ins Gespräch gebracht worden. Bereits acht Wochen später reichte Tennet die neue Variante 004 und weitere Alternativen bei der Bundesnetzagentur zur Genehmigung ein.

Der Betreiber will den Windstrom von der Nordsee nach Bayern transportieren. Sollte die Trasse 004 gebaut werden, würden ab dem Jahr 2022 in einem ein Kilometer breiten Korridor zwischen Ronnenberg und Gehrden im 400-Meter-Abstand Masten errichtet, die mit 70 Metern dreimal so hoch sind wie die vorhandenen Hochspannungsleitungen. Betroffen wären auf Ronnenberger Stadtgebiet Linderte, Ihme-Roloven, Weetzen und Ronnenberg. Bürger in Ihme-Roloven haben bereits zum Protest aufgerufen, weil die Trasse massiv das Ortsbild, die Umwelt, die Lebensqualität und die Gesundheit beeinflusse. „Die Trasse wäre eine Zäsur, die unsere Stadtentwicklungsplanung erheblich beeinträchtigen würde“, sagte Ronnenbergs Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler beim Neujahrsempfang. Ortsbürgermeister Karsten Erbelding forderte die Verlegung von Erdkabeln oder die Anwendung anderer Energiequellen. „Im Süden der Republik sollte die Wasserkraft aus Österreich genutzt werden.“

Bürgerinformation in Gehrdener Festhalle

Für eine zweite Informationsveranstaltung zur umstrittenen Stromtrasse Südlink hat ein Vertreter der Firma Tennet seine Teilnahme zugesagt. Bei einer ersten Veranstaltung am 15. Dezember schickte Tennet keinen Mitarbeiter nach Gehrden. Den 400 Bürgern in der Festhalle standen der Erste Regionsrat Axel Priebs sowie Vertreter der Kommunen Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen Rede und Antwort.

Am Freitag, 30. Januar, um 19Uhr sind die Bürger erneut in die Festhalle eingeladen. Die Bundestagsabgeordneten Maria Flachsbarth (CDU) und Matthias Miersch (SPD) sowie Vertreter der Kommunen werden ebenfalls anwesend sein. Ronnenberg erhofft sich dort eine Antwort auf die Frage, die die Gemeinde vor Weihnachten schriftlich an die Bundesregierung stellte: „Warum ist die Trasse überhaupt notwendig?“

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