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00:16 11.09.2017
Francesco Lamazza stellt ab Sonntag knapp 50 seiner Werke aus.
Francesco Lamazza stellt ab Sonntag knapp 50 seiner Werke aus. Quelle: Marcel Sacha
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Benthe

Insgesamt zwei Jahre hat Lamazza in seinem Atelier in Hannover-List an seiner Ausstellung gearbeitet. Nun präsentiert der gebürtige Italiener seine Werke der Öffentlichkeit. In dieser Zeit habe er "sehr viel geschwitzt", sagt er. Dies sei für ihn jedoch ein Zeichen dafür, dass er sich voll und ganz seiner Arbeit hingebe. "Wenn ich nicht schwitze, bin ich nicht bei der Sache."

Statt auf Motive setzt der Maler ausschließlich auf die Kraft der Farben. Lamazza ist davon überzeugt: "Farbe ist ein Ausdruck der Natur - und vor der Natur sollte man Respekt haben." In seinen Werken versuche er, die verschiedenen Farben - teilweise auch Komplementärfarben - miteinander zu verschmelzen, sagt er. Für den 69-Jährigen symbolisiert diese Symbiose das Produkt der Liebe. "Das ist wie bei den Menschen: Eine Verschmelzung bringt etwas Neues hervor", sagt Lamazza.

Bevor sich der Hannoveraner der Malerei zuwandte, arbeitete er viele Jahre als Sänger und Musiker. "Als Musiker ist man allerdings viel unterwegs und von seiner Heimat und Familie getrennt", sagt er. Dies habe ihn mit zunehmendem Alter immer mehr belastet. "Jetzt kann ich auch zu Hause arbeiten." Musik spielt jedoch auch in seiner Arbeit als Maler nach wie vor eine wichtige Rolle. Ohne die Harmonien seiner Lieblingskomponisten im Hintergrund könne er die Harmonie der Farben erzeugen, sagt Lamazza.

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 10. September, wird die Barsinghäuser Malerin Kristina Henze um 11 Uhr im Kunstraum Benther Berg eine Einführung in das Werk Lamazzas geben. Bei Wein und kleinen Snacks können sich Besucher anschließend die Pinselstriche und Farbkombinationen auf sich wirken lassen. Bis Sonntag, 8. Oktober, sind Lamazzas Arbeiten samstags und montags von 15 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Die Ausstellung ist Teil der diesjährigen Veranstaltungsreihe des Kunstraums anlässlich seines 20-jährigen Bestehens.

Von Marcel Sacha