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Ronnenberg: Ministerbesuch an Kalihalde: Bürgerinitiative zieht positives Fazit

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13:02 11.07.2019
Im Gespräch: Umweltminister Olaf Lies spricht an der Kalihalde mit besorgten Anwohnern. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Die Bürgerinitiative (BI) „Bauschuttdeponie – Nein Danke!“ hat ein positives Fazit nach dem Besuch von Umwelt- und Bauminister Olaf Lies an der Kalihalde gezogen. Der BI-Vorstand erklärt dazu: „Es war ein sehr offener, konstruktiver und lösungsorientierter Dialog.“ Beim Rundgang habe ihn die direkte Wohnbebauung bis an den verbliebenden Kalihaldenstumpf und die Nähe zu den Kindergarten sichtlich bewegt. „In spontanen Gesprächen mit Grundstückseigentümern war sehr deutlich zu spüren, dass er ihre Sorgen teilt", meint die BI.

Bürgerinitiative: Ronnenberger lehnen Bauschutt auf der Kalihalde ab

In einer anschließenden Unterredung hinter verschlossenen Türen haben die Vertreter der BI Minister Lies noch einmal deutlich den Standpunkt der Bevölkerung in Ronnenberg erläutert. „Die Menschen hier vor Ort lehnen einen Wiederaufbau der Kalihalde mit Bauschutt von 20 bis 25 Jahren auf eine neue Höhe von 35 bis 40 Metern kategorisch ab. Eine Großbaustelle über einen so langen Zeitraum und in der Dimension ist an diesem Standort unzumutbar", stellte BI-Sprecher Maik Hartje dazu fest. Aus Sicht der BI habe Minister Lies auch mögliche Alternativen wie zum Beispiel einen weiteren Abtrag oder ein weiterhin natürliches Abschmelzen der Halde inklusive Bau einer Klär- und Entsalzungsanlage interessiert zur Kenntnis genommen.

In dem Zusammenhang begrüßt die BI, dass der Minister das persönliche Gespräch mit den weiteren Verfahrensbeteiligten suchen wolle, um eine verträgliche Lösung zu finden.

Auch die SPD zeigt sich zufrieden. „Ich hatte den Eindruck, dass Minister Lies bei dem Rundgang die Situation hier vor Ort sichtlich beeindruckt hat“, sagt der SPD-Vorsitzende Rudi Helm. Abraumhalde und Wohnbebauung in so unmittelbarer Nachbarschaft habe er wohl vorher noch nie gesehen.

SPD: Aktuellen Zustand erhalten

Helm geht davon aus, dass diese Eindrücke auch auf künftige Entscheidungen Einfluss haben. Für die SPD habe er deutlich gemacht, dass die Anwohner eigentlich überhaupt keine Veränderungen des langjährigen Zustandes wünschen – vor allem nicht in Richtung Ablagerung von Bauschutt. „Das wollen wir nicht“, betont Helm. Darüber herrsche auch Einigkeit im Rat.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies war am Montagabend zu einer Besichtigung der Kalihalde nach Ronnenberg gekommen. „Ich konnte mir nun ein besseres Bild von der Nähe zu den Grundstücken und den Sorgen der Anwohner machen“, sagte er nach der etwa einstündigen Begehung mit Vertretern der Bürgerinitiative (BI) „Bauschuttdeponie –Nein Danke!“ sowie der Stadtverwaltung. Um den Berg zu begrünen und langfristig die Einleitung von Salz in die abgestorbene Fösse zu reduzieren, will die Entsorgungsfirma Menke Umwelt Service den verbliebenen Haldenstumpf zunächst über etliche Jahre mit Bauschutt abdecken und verfestigen. Dagegen wehren sich die Anwohner.

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Von Dirk Wirausky

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