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Ronnenberg: Rat stimmt Konzept und Finanzierung für die Umgestaltung des Ortskerns zu.

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12:56 17.05.2019
Die Buswendeschleife Lange Reihe ist ein zentraler Punkt bei der Neugestaltung des Ortskerns. Quelle: Archiv
Ronnenberg

Einstimmig hat der Rat der Stadt das Stadtentwicklungskonzept mit einem Rahmenplan für den Ortskern abgesegnet. Der Rat gab damit zugleich grünes Licht für den Finanzierungsvorschlag. Insgesamt sollen knapp zehn Millionen Euro investiert werden. Die Kosten sollen zu je einem Drittel verteilt auf Bund, Land und Kommune aufgebracht werden. Die jährliche Belastung für den städtischen Haushalt bei einer Sanierungsdauer von zehn Jahren beträgt rund 320000 Euro.

„Die Beschlussdrucksache hat geräuschlos alle Gremien durchlaufen. Wir waren uns alle einig. Trotzdem ist es kein normaler Beschluss. Immerhin geht es um Investitionen von rund zehn Millionen Euro in den nächsten Jahren“, sagte Jens Williges vom Bündnis 90/Die Grünen. Viele Themen zur Verbesserung des Stadtbildes werden seit Jahren aus der Bürgerschaft angemahnt. „Der namensgebende Ortskern für unsere Stadt soll nicht nur länger als Durchfahrtsstraße zum Calenberger Land gesehen werden. Wir können jetzt einen attraktiven Stadtmittelpunkt, einen anziehenden Ortskern mit Dienstleistungsangeboten, Aufenthaltsqualität, Grünflächen und vielem mehr schaffen. Dies ist seit Jahren der Wunsch von vielen Ronnenbergern“, sagte Williges. Im Prozess einer umfassenden Bürgerbeteiligung wurden viele Anregungen und Wünsche gesammelt und in das städtebauliche Konzept aufgenommen. Diese Bürgerplanungen sollen jetzt umgesetzt werden.

Zahlreiche Ideen zur Gestaltung des Ortskerns

In drei Planungswerkstätten haben die Ronnenberger im vergangenen Jahr ihre Ideen zur Neugestaltung des Ortskerns zusammengetragen. Aus den Ergebnissen hat das Planungsbüro Plan zwei einen Rahmenplan erstellt, für dessen Umsetzung das Büro rund 5,3 Millionen Euro veranschlagt hat. Eine Zweidrittelförderung des Bundes soll helfen, diese große Investition zu stemmen. Die Stadt muss zum 1. Juni einen entsprechenden Antrag vorlegen.

Ein Stadtplatz mit angrenzender Rendezvous-Haltestelle anstelle der Buswendeschleife an der Langen Reihe, neues Pflaster für den Kirchhof, ein repräsentatives Eingangsportal für das Gemeinschaftshaus sowie die Umwandlung der Straße Hagentor in einen Sharedspace-Bereich für Fußgänger, Radfahrer und Autos sind nur einige Beispiele der Projekte, die der Rahmenplan zusammenfasst. Doch erst mit Eingang des Bescheides, den für Juli 2020 erwartet wird, kann die Umsetzung erster Maßnahmen beginnen. uwe

Dieter Schur von der Gruppe SPD/Linke freute sich, dass jetzt eine kurzfristige Anmeldung zum Förderprogramm erfolgen kann. „Es wurden viele Missstände im Ortskern aufgezeigt, nichts ist in Stein gemeißelt. Im Langzeitprogramm zur Ortskernsanierung wird es noch viele fruchtbare Diskussionen zu vielen Themen geben“, sagte er.

Hans-Heinrich Hüper von der Gruppe CDU-Freie Wähler-FDP machte deutlich, dass die zehn Millionen Euro für die Ortskernsanierung nicht allein von der Stadt Ronnenberg aufgebracht werden können. „Wir möchten keine falschen Erwartungen wecken. Wir wollen eine neue Grundschule für 13 Millionen Euro bauen und müssen auch unsere Verschuldung im Stadthaushalt im Auge behalten. Ohne die Zuweisungen von Bund und Land geht es nicht“, sagte Hüper.

Sollte der Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm zur Stadtentwicklung erfolgreich sein, würden Bund und Land zwei Drittel der Investitionskosten übernehmen, nach aktuellen Schätzungen sind das rund 6,7 Millionen Euro. Für die Stadt Ronnenberg bliebe ein Eigenanteil von 3,2 Millionen Euro: Um die Investitionsbereitschaft zu untermauern, muss die Stadt ab 2020 zehn Jahre lang 320 000 Euro im Etat einplanen. Innerhalb dieses Zeitraumes sollen die Investitionen umgesetzt werden.

Von Georg Weber

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