Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Teilen ist Grundgedanke im Diakonielädchen
Umland Ronnenberg Nachrichten Teilen ist Grundgedanke im Diakonielädchen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
18:31 06.03.2014
Von Kerstin Siegmund
Sandra Heuer, Leiterin der Jugendwerkstatt Roter Faden, schneidet die Geburtstagstorte an. Junge Frauen bieten im Diakonielädchen kids seit einem Jahr erfolgreich Sachen für Babys und Kleinkinder an. Quelle: Kerstin Siegmund
Anzeige
Ronnenberg

Den liebevoll ausgestatteten Laden im Dienstleistungszentrum an der Ronnenberger Straße betreibt der Diakonieverband mit Unterstützung der Jugendwerkstatt Roter Faden und des Jobcenters. Hier haben Menschen mit und ohne Einkommen die Möglichkeit, gegen eine Spende gebrauchte Artikel für Kinder zu erhalten. Das christliche Prinzip, dass derjenige, der mehr hat, als er braucht, es mit dem teilt, der weniger hat und genau dieses benötigt, ist ein Grundgedanke des Projektes.

Angebot für Familien wird ausgeweitet

Jannik, mit 28 Monaten am Donnerstag der jüngste Besucher im Diakonielädchen kids, ist sichtlich begeistert von dem schönen Spielzeug. Der kleine Junge, der mit seiner Mutter Jasmin Klette gekommen ist, schnappt sich einen Holzpinguin und schiebt die Figur durch den Laden.

Anzeige

Begeisterung über das umfangreiche und qualitativ hochwertige Angebot für junge Eltern äußert auch Antje Marklein. Die neue Superintendentin des Kirchenkreises Ronnenberg als einem Träger der Einrichtung hebt die gute Atmosphäre in dem Laden für Babyausstattung hervor. „Ich will überall Werbung machen. Es ist richtig klasse, was sie hier machen“, sagte Marklein.

Nach einem Jahr zog Sandra Heuer eine positive Bilanz. Die Leiterin der Jugendwerkstatt Roter Faden hatte die Idee zu dem Umsonstladen, der gut erhaltene, gespendete Kinderartikel gegen einen kleinen Betrag abgibt. In der Jugendwerkstatt, einer kirchlichen Einrichtung in Empelde, werden junge Frauen aus schwierigen Verhältnissen auf eine Berufstätigkeit vorbereitet. Das Jobcenter vermittelt die Teilnehmerinnen. Zwölf junge Frauen sind unter fachlicher Anleitung im und für den Laden tätig. Sie holen die gespendeten Sachen ab, waschen und bügeln die Kleidung, sortieren sie in die Regale, putzen und räumen auf.

Das Angebot kommt an. Obwohl der Laden nur zweimal am Vormittag und zwei Stunden an einem Nachmittag geöffnet ist, sind innerhalb eines Jahres mehr als 2000 Kunden gekommen. „Manchmal sind 40 Leute auf einmal hier“, berichtet Heuer.

Das Angebot soll ausgeweitet werden. „Der Bedarf an Kinderartikeln und an Gesprächen der Kunden sind größer als erwartet“, sagt die Leiterin. Demnächst sollen die Öffnungszeiten verlängert und eine Beratung rund um die Familie sowie Aktionen für Kinder und Informationsveranstaltungen für Erwachsene angeboten werden. „Wir suchen Ehrenamtliche, die uns einige Stunden helfen“, sagt Heuer.

Kerstin Siegmund 05.03.2014
Kerstin Siegmund 05.03.2014
Nachrichten Fünf Wochen nach Wolfsburg-Spiel - Schläger überfallen Böller-Opfer
Tobias Morchner 05.03.2014
Anzeige