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Ronnenberg Beratungen für Frauen auch in Gehrden und Wennigsen
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Beratungen für Frauen auch in Gehrden und Wennigsen

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19:19 10.05.2019
Symbolfoto Quelle: Steffen Schellhorn
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Ronnenberg

Die Beratungsstelle für Frauen in Krisensituationen im Ronnenberger Frauenzentrum ist etwas ganz besonderes darauf weist Birgit Sommerfeld vom Team Soziale Dienste gleich zu Beginn ihres Vortrags im Fachausschuss für Bildung, Jugend, Sport, Soziales, Senioren, Gleichstellung und Integration hin. Niedersachsenweit ist es die einzige Einrichtung dieser Art unter kommunaler Trägerschaft. Auch bundesweit ist diese Konstellation äußerst selten. Die Region Hannover möchte sich nun stärker um die Beratung betroffener Frauen engagieren und dazu auch die Erfahrung in Ronnenberg nutzen.

Flächendeckende Versorgung für Frauen in Krisensituationen

Ziel sei eine flächendeckende Versorgung mit Beratungsstellen für Frauen und Mädchen in Gewalt- und Krisensituationen in der Region Hannover, erklärt Sommerfeld. Dazu sei eine Neuausrichtung der Förderstruktur von Frauenberatungsstellen erforderlich. Für Ronnenberg würde dies bedeuten, das die beiden Mitarbeiterinnen, die derzeit im Frauenzentrum in der Stillen Straße 8 in Empelde für die Beratungen beschäftigt werden, dies in Zukunft auch in Wennigsen und Gehrden im Rahmen einer Kooperation tun werden. Jeweils 6,5 Wochenstunden sollen die Fachkräfte dazu in die Nachbarkommunen fahren.

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Nachbarkommunen gehören bereits zum Einzugsbereich

Schon jetzt gehören Wennigsen und Gehrden zum Einzugsbereich des Empelder Frauenzentrums. Immer wieder würden Frauen von dort zu einer Beratung in die Stille Straße kommen, beschreibt Sommerfeld die Lage. Das macht sie auch zuversichtlich, dass die nötigen Fallzahlen zusammenkommen, damit sich die Kooperation rechnet. Denn auch die aktuellen Fallzahlen der Beratung allein in Empelde würden dafür bereits ausreichen. Somit ist zu erwarten, dass die Stadt Ronnenberg nach Gegenrechnung aller zusätzlichen Kosten der Kooperation und der zu erwartenden Zuschüsse jährlich rund 10.000 Euro weniger für die Beratungsstelle aufwenden muss als das aktuell der Fall ist.

Aus Wennigsen und Gehrden habe die Verwaltung bereits positive Reaktionen auf die Planungen erhalten, die Beratungen auch dort anzubieten, erklärt Sommerfeld. Der Startschuss könne demnach bereits 2020 erfolgen.

Von Uwe Kranz