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Ronnenberg Bergmesse: Auf dem Kaliberg sind Gläubige dem Himmel ganz nah
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Bergmesse: Auf dem Kaliberg in Empelde sind Gläubige dem Himmel sehr nah

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14:57 30.05.2019
Rund 500 Gläubige nehmen auf dem rund 130 Meter hohen Gipfel der begrünten Kalihalde an der traditionellen Bergmesse teil. Quelle: Ingo Rodriguez
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Empelde

„Hier sind wir dem Himmel sehr nah“ – mit diesen Worten hat Pfarrer Johannes Lim am Himmelfahrtstag gleich zu Beginn der Bergmesse eine Besonderheit des traditionellen Open-Air-Gottesdienstes auf der begrünten Kalihalde in Empelde hervorgehoben. Rund 500 Gläubige hatten auch jetzt wieder den rund 130 Meter hohen Gipfel erklommen, um an der Freiluftmesse teilzunehmen und die besondere Atmosphäre mit einem ungetrübten Ausblick über das gesamte Umland mitzuerleben.

Rund 500 Gläubige haben am Donnerstag den Gipfel der begrünte Kalihalde in Empelde erklommen, um dort an der traditionellen Bergmesse teilzunehmen.

„Es ist kaum zu glauben, aber heute zeichnet sich im Süden sogar der Harz mit dem Brocken ab“, sagte Rainer Bullita, der Sprecher der Kolpingsfamilie. Seit 1994 schon lädt die Kolpingsfamilie der katholischen Pfarrgemeinde St.-Maximilian-Kolbe – auch die Thomas-Morus-Gemeinde in Ronnenberg und die Empelder Gemeinde Heilige Familie gehören dazu –zu der Bergmesse ein. Nur dreimal sei die Aktion in den vergangenen Jahren wegen starker Regenfälle in das Gotteshaus des Kirchenzentrums in Hannover-Mühlenberg verlegt worden, sagte Bulitta vor dem Gottesdienst. Drei Jahre in Folge hatten die Katholiken zudem wegen längerer Bauarbeiten auf dem Gipfelplateau die tiefer gelegenen Bergbühne genutzt.

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Fahrdienst transportiert Senioren auf den Gipfel

Am Fuß der begrünten Kalihalde lässt Michael von Berg Senioren in einen städtischen Transporter des Fahrdienstes steigen. Quelle: Ingo Rodriguez

Zur 26. Auflage waren die Besucher nicht nur nach einem etwa 30-minütigen Fußmarsch gekommen. Um älteren Menschen die Teilnahme am Gottesdienst zu ermöglichen hatten die Organisatoren auch wieder einen Fahrdienst eingerichtet. „Ich bin vor der Messe sechs Touren gefahren“, sagte Michael von Berg, einer von zwei Fahrern. Die Stadt hatte für den Senioren-Shuttle-Service zwei Kleintransporter zur Verfügung gestellt.

Auf den Gipfel ließ sich auch die 80-jährige Anneliese Laske fahren. Sie war aus Hannover-Ricklingen nach Empelde gekommen. „Ich bin schon immer bei dieser Messe, weil es eine schöne Atmosphäre mit tollem Ausblick ist“, sagte die Seniorin auf dem Gipfelplateau. Dorthin hatten zahlreiche Helfer am Vortag und am Donnerstagmorgen mit Autos und Anhängern notwendiges Material und Geräte transportiert: Bänke, Tische, Pavillons und Tresenelemente. Denn: Nach der Bergmesse werden den Besuchern auf dem Gipfel auch noch Kaffee, Kuchen, Bratwürste und kalte Getränke serviert.

Für den Pfarrer ist es eine Premiere

Vertreter der Kolpingsfamilie und der Pfarrgemeinde St.-Maximilian-Kolbe formieren sich zum Auftakt der Messe auf einem kleinen Hügel an Rand des Versammlungsplatzes. Quelle: Ingo Rodriguez

Eine Premiere war es ausgerechnet für den neuen Pfarrer Lim und Pastor Stefan Herr. „Es ist meine erste Bergmesse in Empelde. Der Blick in Ferne ist großartig“, hatte der 53 Jahre alte Geistliche gleich zum Auftakt der Veranstaltung gesagt. Anstatt der erwarteten Besucherzahl von etwa 700 bis 800 Gläubigen hatte Kolpingssprecher Bulitta jetzt nur etwa 500 Besucher gezählt. „Das liegt am trüben Wetter“, sagte Bulitta. Immerhin blieb es anschließend weitgehend trocken in Empelde. Die Besucher hatten aber eine stürmische Veranstaltung erlebt. Zeitweise sei der Pavillon über dem Altar wegen heftiger Windböen von Helfern festgehalten worden, berichtete ein Besucher nach der Messe.

Die Bergmesse wird von Musikern begleitet. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez