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Ronnenberg Brücke an der Kückenmühle muss ersetzt werden
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Brücke an der Kückenmühle muss ersetzt werden

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10:56 16.05.2019
Schilder an der Brücke über die Ihme mahnen Radfahrer zum Absteigen. Aber niemand hält sich daran. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

Der Loydbrunnenweg zwischen Ihme-Roloven und Devese bleibt weiterhin im Fokus. Während der Ortsbegehung nahmen Politiker, Vertreter der Verwaltung und Bürger den Radweg in Augenschein. Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler eröffnete den Teilnehmern dabei, dass die Brücke über die Ihme an der Kückenmühle ersetzt werden muss. Geschätzte Kosten: rund 200.000 Euro.

Ihme-Brücke der Kreisstraße ist fertiggestellt

Der sogenannte Freizeitradweg durch die Natur zwischen Ihme-Roloven und Devese bleibt fast buchstäblich ein Stein des Anstoßes. Überregional machte er Schlagzeilen, weil die Region Hannover parallel an der Kreisstraße 221 einen Alltagsradweg bauen lässt. Als erster Schritt des Neubaus ist die Ihme-Brücke der Kreisstraße inzwischen verbreitert worden. Die Frage nach dem Weiterbau beantwortete Zehler eher wage: Er gehe davon aus, dass die Region ihren Ankündigungen zu folge im Laufe dieses Jahres weiterbauen werde, sagte er.

Derweil hat die Stadt Ronnenberg ihre eigenen Probleme mit dem Freitzeitradweg. Für 40.000 Euro hatte die Verwaltung im vergangenen Herbst die Oberfläche des Weges sanieren lassen. Man dürfe dabei nicht vergessen, dass es sich nicht um einen Neubau handele, stellte Zehler mit Blick auf die anhaltende Kritik an dem aktuellen Zustand fest. Allerdings habe auch die ausführende Firma Fehler gemacht. Teilnehmer der Ortsbegehung monierten unbefestigte Stellen und zu grobe, scharfkantige Steine in der neuen Oberfläche.

Möglicherweise längere Sperrung notwendig

Zehler erklärte, für eine festere Oberfläche hätten sich der neue Belag mehr verfestigen müssen. Dazu wäre eine langfristige Sperrung erforderlich gewesen. Das habe die Verwaltung vermeiden wollen. Nachdem jetzt Nachbesserungen der ausführenden Firma auch keine befriedigenden Erfolg gebracht haben, kündigte Zehler für die kommende Woche einen Ortstermin mit der Firma an, um das weitere Vorgehen zu klären. Auch über eine Sperrung zur notwendigen Herrichtung müsse nachgedacht werden, sagte er.

Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler (Mitte) erklärt vor Ort den Zustand des Loydbrunnenweges. Quelle: Uwe Kranz

Probleme ganz anderer Art ergeben sich am Beginn des Weges an der Kückenmühle. Die Holzbrücke aus den Achtzigerjahren hat ihre prognostizierte Nutzungszeit überschritten. Eine Prüfung durch einen Tragwerksplaner hat nun ergeben, dass die Tragfähigkeit des Bauwerks bereits eingeschränkt ist. Absperrbarken und Schilder weisen Nutzer darauf hin und mahnen Radfahrer zum Absteigen. Von den Pedaleuren, die während des Termins des Ortsrates die Brücke passiert haben, hielt sich allerdings niemand daran.

Deutlich wurde aber bereits in diesen Minuten, dass die Brücke als Zugang zum Loydbrunnenweg aus Richtung Ronnenberg stark frequentiert ist. Zehler bezeichnete den Übergang gar als „unverzichtbar“. Deshalb soll nun ein Ersatz der Brücke diskutiert werden. Die Kosten für einen gleichwertigen Ersatz schätzte der Fachbereichsleiter auf rund 200.000 Euro, die noch im Haushalt der Stadt eingeplant werden müssten.

Rücksicht auf den Biber erforderlich

Ob die Ausführung der Brücke erneut mit Holzstützen erfolgen kann, ist indes aufgrund der neuen Nachbarschaft noch nicht sicher. Nur wenige Meter entfernt hat ein Biber seinen Damm errichtet. Denkbar ist deshalb, dass Schutzvorrichtungen für die Stützen oder gar eine Stahlkonstruktion vonnöten sein könnten. Im Gegenzug sollte der Umbau so schonend über die Bühne gehen, dass die seltene Tierart, die seit wenigen Monaten in der Ihme beheimatet ist, nicht vertrieben wird.

Alle aktuellen Themen aus Ronnenberg finden Sie unter haz.de/ronnenberg.

Von Uwe Kranz

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