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Ronnenberg Der Abriss der Zuckerfabrik Weetzen kommt voran
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Ronnenberg: Der Abriss der Zuckerfabrik Weetzen kommt voran

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00:16 26.05.2019
Auf dem Gelände der Zuckerfabrik sind bereits die Mehrzahl der Gebäude abgerissen. Quelle: Uwe Kranz
Weetzen

Wohl kein anderes Areal dürfte so große Auswirkungen auf die dörfliche Entwicklung des Stadtteils Weetzen haben, wie das der ehemaligen Zuckerfabrik am südlichen Ortsrand. Entsprechend groß ist das Interesse des Ortsrates am Fortschritt der dortigen Abrissarbeiten. Im Anschluss soll hier ein großes Neubaugebiet entstehen. Bei der traditionell auf Fahrrädern absolvierten Ortsbegehung machten Politiker und Bürger deshalb auch dort Station.

40 Meter hohe Silos stehen noch

Derzeit ruhen offenbar die Arbeiten an den verbliebenen Gebäuden, während der Beton der Grundfläche aufgebrochen wird. Während alle Hallen bereits abgetragen sind, stehen noch die dorfbildbestimmenden bis zu 40 Meter hohen Silos und die beiden Schornsteine sowie das Kesselhaus. Das sind die aufwendigsten Abrisselemente – da waren sich die Anwesenden einig. „Jede Menge Sonderabfall“ befinde sich zum Beispiel im Kesselhaus, stellte Wolfgang Zehler, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung fest. Die Arbeiten zur Entsorgung würden aber „gutachterlich begleitet“, erklärte er.

Die Mitglieder des Ortsrates steigen mit ihren Fahrrädern die geländerlose Treppe am Friedhof herab. Quelle: Uwe Kranz

Auch die Reinigung der Silos ist auf diese Art beaufsichtigt worden. Das Ergebnis habe dann auch nachgebessert werden müssen, wie Zehler ausführte. Die Silos seien aber inzwischen offenbar abrissbereit. Dennoch äußerten mehrere Anwesende Zweifel daran, dass der Abriss, wie im vergangenen Jahr angekündigt, am 30. Juni abgeschlossen werden kann.

Nach den Plänen der Stadt soll auf dem ehemaligen Industriegelände ein Wohngebiet entstehen. Die Fläche gehört zum Dreijahresmaßnahmenprogramm, das die Verwaltung zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) aufgelegt hat. In einem städtebaulichen Rahmenplan hatte das Büro „Plan zwei“ das Potenzial für etwa 155 Wohneinheiten aufgelistet. Die Zahl würde auch die Bedarfsplanungen für Kita und Grundschule in Weetzen massiv beeinflussen. Allerdings sind diese Pläne für das Wohngebiet noch mit dem privaten Investor abzustimmen.

An der Kreuzung Am Bettenser Berg/Hauptstraße erläutert Ortsbürgermeister Rüdiger Wilke die Gefahrensituation. Quelle: Uwe Kranz

Zuvor hatten die Ortsratsmitglieder verschiedene Punkte im Dorf angefahren und diskussionswürdige Lagen in Augenschein genommen. Immer wieder muss Zehler bei solchen Anlässen auf die Frage nach Sperrflächen gegen ungünstig geparkte Autos reagieren. So auch an der Kreuzung Am Bettenser Berg/Hauptstraße, wo nach Angaben von Volker Zahn (CDU) vor allem Autofahrer, die aus Richtung Ronnenberg einbiegen, gefährdet seien. Zehler verwies einmal mehr darauf, dass mit einem erweiterten Halteverbot auch Stellplätze verloren gingen. Nun will Ortsbürgermeister Rüdiger Wilke (SPD) zunächst mit dem Halter des betreffenden Fahrzeugs reden.

Verbotsschild für Radfahrer sorgt für ratlose Gesichter

Dass einige hundert Meter an der Treppe zu einem Fußweg entlang des Friedhofes ein Geländer fehlt, darüber waren sich alle einig. Vor allem für ältere Leute sei der Abstieg dort unsicher, stellte Wilke fest. Die Stadt soll eine entsprechende Konstruktion herstellen. Weitgehend ratlose Gesichter gab es dagegen am Weizenkamp. Ein Schild an einem Weg verbietet dort das Radfahren. Ob dieses Verbot rechtmäßig ist, soll nun die Stadt klären. Zumindest erklärt eine unübersichtliche Ecke, warum das Schild, das viele Weetzener auf dem Weg zum Sportplatz und zur Kita II passieren, aufgehängt wurde. Die Verwaltung muss nun klären, ob der Weg Privatbesitz ist oder ob die runde Verbotstafel wieder entfernt werden muss.

Ein Schild, das ein Durchfahrtsverbot für Radfahrer verkündet irritiert die Ortsratsmitglieder am Weizenkamp. Quelle: Uwe Kranz

Von Uwe Kranz

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