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Ronnenberg Gleichstellungsbeauftragte machen mit Taschentüchern auf häusliche Gewalt aufmerksam
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Frauen haben die Nase voll von häuslicher Gewalt

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18:55 25.11.2019
Gemeinsam gegen häusliche Gewalt an Frauen (von links): Marion Weber, Hacer Kirli, Lara Sindt, Christian Springfeldt, Susanne Brandts, Lena Rödiger, Beate Janisch und Christiane Olbrich. Quelle: Heidi Rabenhorst
Empelde

Die Gleichstellungsbeauftragten von Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Springe und Wennigsen haben sich für die diesjährige Aktion am bundesweiten internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zusammengetan und am Montag 10.000 Taschentücherpackungen mit dem Aufdruck „Wir haben die Nase voll“ und den Telefonnummern des Frauenzentrums Ronnenberg und der Polizei verteilt. Je 2000 der leuchtend pinkfarbenen Packungen werden in 25 Apotheken der teilnehmenden Kommunen verteilt.

„Wir möchten das Thema sensibilisieren, aus dem Privaten herausholen und Hilfe anbieten. Die Namen der Frauen bleiben immer anonym“, sagt Beate Janisch, die gemeinsam mit Marion Weber das Frauenzentrum Ronnenberg leitet.

Der internationale Tag am 25. November gegen Gewalt an Frauen ist ein weltweiter Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung in jeder Form von Gewalt gegenüber Mädchen und Frauen. Seit den Achtzigerjahren wird weltweit an diesem Tag mit Aktionen auf das Thema aufmerksam gemacht.

In der Region Hannover werden alle Polizeieinsätze bei häuslicher Gewalt an die Beratungsstelle des BISS-Verbundes (Beratungs-Interventions-und Schutzstelle) gemeldet. Dort wird allen betroffenen Frauen über die pro-aktive Kontaktaufnahme Unterstützung angeboten.

„Die Frauen können sich aber auch direkt an die Beratungsstelle wie an das Ronnenberger Frauenzentrum wenden“, sagt Janisch. Auch viele Frauen aus den südwestlichen Kommunen der Region wie Gehrden, Wennigsen, Barsinghausen und Springe wenden sich an die Beratungsstelle in Ronnenberg, da diese bisher das einzige Angebot in diesem Gebiet sei.

Beratungsangebot wird ausgebaut

„Im nächsten Jahr wird das Beratungsangebot für Frauen und Mädchen flächendeckend ausgebaut, sodass es dann in allen Kommunen Angebote für Mädchen und Frauen gibt“, erklärt Janisch. Das Frauenzentrum Ronnenberg werde ab Januar in Gehrden und in Wennigsen mit Außenssprechstunden vertreten sein. Beate Janisch und ihre Kollegin Marion Weber werden dann zweimal wöchentlich im Gehrdener Jugendpavillion und im Familienservicebüro Wennigsen als Beraterinnen ihre Hilfe anbieten.

„Natürlich können Frauen auch weiterhin zu mir ins Gehrdener Rathaus in mein Büro kommen. Einige Frauen gehen aber lieber woanders hin, um nicht von ihrem Mann oder Partner gesehen werden“, sagt die Gehrdener Gleichstellungsbeauftragte Christiane Olbrich.

Laut des Jahresberichtes 2018 des BISS-Verbundes gab es in Barsinghausen 42 Fälle, in Gehrden 26, in Ronnenberg 66, in Wennigsen 15 und in Springe 26 häuslicher. In der gesamten Region Hannover kam es zu 1658 Fällen.

„Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Ungefähr jede zehnte Frau wird Opfer häuslicher Gewalt“, sagt die Springer Gleichstellungsbeauftragte Lena Rödiger, die vom Springer Bürgermeister Christian Springfeldt begleitet wurde.

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Von Heidi Rabenhorst

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