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Ronnenberg Empelder Freibad soll bald wieder jeden Vormittag öffnen
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Freibad soll bald wieder an jedem Vormittag öffnen

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17:51 18.07.2019
Frühschwimmer: An den beiden geöffneten Vormittagen kommen regelmäßig bis zu einem Dutzend Badegäste, um in Ruhe ihre Bahnen zu ziehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Gute Aussichten für Frühschwimmer: Die Stadt Ronnenberg will im Freibad Empelde so schnell wie möglich wieder die gewöhnlichen Öffnungszeiten anbieten. Derzeit ist das Schwimmbad wegen fehlenden Personals vormittags nur an zwei Tagen in der Woche geöffnet. Laut Stadtverwaltung sollen Frühschwimmer und andere Badegäste aber noch in dieser Saison wieder die Anlage an jedem Tag ab 6 Uhr nutzen können – sobald für den derzeit einzigen Schwimmmeister Wolfgang Zogall personelle Verstärkung gefunden wurde. „Wir befinden uns in der Phase der Bewerbungsgespräche. Ich bin sehr optimistisch“, sagt Ronnenbergs Erster Stadtrat Torsten Kölle.

Frühschwimmer können Freibad nur an zwei Wochentagen nutzen

Nach den ersten Hitzeperioden des Sommers sind im Freibad – bei den moderaten Temperaturen – die Besucherzahlen aktuell überschaubar. Von Höchstmarken wie etwa 1500 Badegästen an einem Tag ist die grundsanierte Anlage gerade weit entfernt. Trotzdem ziehen im Schwimmbecken an der Hansastraße auch bei kühlerer Witterung regelmäßig Frühschwimmer ihre Bahnen. „Da hat man viel Platz und seine Ruhe“, sagt Grünen-Ratsherr Uwe Buntrock. Er ist auch an diesem wolkenbedeckten Sommertag mit seiner Frau Barbara gekommen, um Frühsport zu betreiben – ebenso wie eine Hand voll weiterer Schwimmer.

Möglich ist dies seit dem Beginn der Saison aber nur an zwei Tagen in der Woche. Montags und mittwochs ist das Bad von 6 bis 19 Uhr geöffnet. An den weiteren Tagen schließt Schwimmmeister Zogall erst um 13 Uhr das Kassenhäuschen auf. Nachdem Anfang des Jahres ein zweiter Schwimmmeister seine Stelle gekündigt hatte, ging die Stadt nur mit Zogall in die laufende Badesaison. Der Arbeitsaufwand für einen Vollbetrieb ist angesichts des Personalmangels für ihn allein mit seiner Stelle aber nicht zu bewerkstelligen. „Es ist ja nicht nur die Badeaufsicht und die Sicherheit der Badegäste, für die das Personal verantwortlich ist“, sagt Zogall. Als Ersthelfer sei er auch für die Versorgung kleinerer Verletzungen zuständig. „Die Anlage muss gesäubert und die technischen Anlagen müssen betreut werden“, ergänzt der Schwimmmeister.

Aushilfen aus Gehrden reichen für Vollbetrieb nicht aus

Derzeit sind im Empelder Freibad auch Schwimmmeister aus dem Gehrdener Delfi-Bad im Einsatz – als Aushilfen. Aufgrund der angespannten Personallage haben die Städte eine Vereinbarung getroffen. „Das geht aber auch nur, weil in Gehrden zurzeit wegen Reparaturarbeiten das Hallenbad geschlossen ist. Außerdem ermöglicht uns das auch nur, in Empelde zumindest an zwei Vormittagen in der Woche zu öffnen“, sagt Zogall. Ohne die Aushilfen aus Gehrden wäre die Anlage in diesem Sommer durchgängig erst ab 13 Uhr geöffnet. Die Stadt Ronnenberg hat fairerweise auch auf den Personalnotstand reagiert und Käufern von Saisonkarten eine Ermäßigung von 20 Prozent eingeräumt. Inhaber bereits erworbener Dauerkarten erhalten eine Rückerstattung.

Schwimmmeister Julian Pengel (links) und seine Kollegen aus Gehrden sind zurzeit trotz der eingeschränkten Öffnungszeiten als Verstärkung für den Empelder Schwimmmeister Wolfgang Zogall unverzichtbar. Quelle: Ingo Rodriguez

Fachkräftemangel am Beckenrand

Bislang war es der Stadt aber trotz großer Bemühungen nicht gelungen, die vakante Stelle neu zu besetzen. Zwei Bewerber, die sich auf die erste Ausschreibung gemeldet hatten, sagten der Stadtverwaltung wieder ab. Gesucht wird deshalb weiterhin ein Fachangestellter für den Bäderbetrieb – und kein Schwimmmeister. „Das ist gewissermaßen eine Gesellenstelle“, erläutert Kölle den Unterschied. Um den Posten schnellstmöglichst zu besetzen, hat die Stadt nun die Gehaltsstufe erhöht. „Wir haben die Stelle nun auch als stellvertretende Badbetriebsleitung ausgeschrieben, um das Interesse zu erhöhen“, sagt der Erste Stadtrat Kölle.

Problematisch sei die Suche wegen des Zeitpunkts: mitten in der laufenden Saison. Außerdem gibt es laut Schwimmmeister Zogall ohnehin bundesweit viel zu wenig Fachpersonal in dieser Branche. Der bisherige zweite Schwimmmeister, der gekündigt hatte, war in Empelde zuvor auf einer für ihn gering dotierten Gesellenstelle eingesetzt. Er hatte wegen eines lukrativeren Angebots einer anderen Kommune gewechselt. Inzwischen ist Kölle aber „sehr optimistisch“, zeitnah einen Ersatz präsentieren zu können.

Schwimmmeister Julian Pengel (links) und weitere Kollegen aus Gehrden sind wegen des Personalmangels in Empelde derzeit zu Randzeiten als Aushilfen im Einsatz. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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