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Ronnenberg Gasthaus Lüerßen ist jetzt auch Dorfgemeinschaftshaus
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Gasthaus Lüerßen ist jetzt auch Dorfgemeinschaftshaus

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14:25 30.11.2019
Das ehemalige Gasthaus Lüerßen ist jetzt auch offiziell ein Dorfgemeinschaftshaus. Quelle: Uwe Kranz
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Weetzen

„Die Stadt Ronnenberg unterhält Gemeinschaftshäuser in den Stadtteilen Ronnenberg, Weetzen, Linderte, Vörie und Ihme-Roloven.“ Das ist der erste Satz der neuen Miet- und Benutzungsordnung für ihre Veranstaltungszentren, die der Rat der Stadt Ronnenberg in der vergangenen Woche beschlossen hat. Fast geht dabei unter, dass die Liste der Ortsteile, die über ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH) verfügt, im gleichen Zug um eins erweitert wurde: Das ehemalige Gasthaus Lüerßen gilt nun auch offiziell in Teilen als ein solches. Die Umwandlung erfolgte ohne großes Brimborium.

Die hellblauen Teile im Erdgeschoss des ehemaligen Gasthauses können in Zukunft als Dorfgemeinschaftshaus genutzt werden. Der Haupteingang zur Hauptstraße befindet sich links. Quelle: Stadt Ronnenberg

Künftig können Vereine und Verbände sowie Parteien und Institutionen aus dem Stadtgebiet, die entsprechenden Räume, darunter auch der Saal, für ihre Veranstaltungen nutzen. Damit bekommt das neue DGH den gleichen Status wie in Ronnenberg und Ihme-Roloven. In Vörie und Linderte können auch Einwohner, Gewerbetreibende und Grundbesitzer die Gemeinschaftshäuser mieten. Nicht möglich ist es Anwohnern, in einer der Einrichtungen Räumlichkeiten für Dritte anzumieten. Personen, die nicht im Ronnenberger Stadtgebiet zu Hause sind, erhalten Grundsätzlich keinen Mietvertrag.

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Unterschiedliche Nutzung in den vergangenen vier Jahren

Rechtzeitig zur Erstellung und dem folgenden Beschluss der neuen Benutzungsordnung war in Weetzen geklärt worden, in welchem Umfang Räume des ehemaligen Gasthauses für die Hausaufgabenhilfe benötigt werden. Dafür wurden die Räume rechts und links vom Haupteingang (hauptsächlich Schank- und Clubraum der Gaststätte) abgetrennt und für rund 40.000 Euro saniert. Die hinten liegenden Räume dienen fortan als DGH, wobei der Sanitärtrakt gemeinsam genutzt werden muss.

Das Gasthaus blickt in den vergangenen Jahren auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. Nach dem Ende des mehr als 150 Jahre währenden Gaststättenbetriebs 2015 wurde das Gebäude bis 2018 als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Nach dem Auszug der letzten Flüchtlinge beantragte die CDU im Ortsrat im Mai 2018, die Stadtverwaltung möge eine Nutzung des Gebäudes Hauptstraße 21 als DGH prüfen. Anschließend folgten Planungen zur zweigleisigen Nutzung, die jetzt mit dem Beschluss der neuen Benutzungsordnung für DGHs abgeschlossen wurden.

Allerdings, das stellt Fachbereichsleiter Frank Schulz fest, in dessen Aufgabengebiet auch die Gebäudewirtschaft fällt, fehlt in dem Gesamtkonzept noch der Einbau einer behindertengerechten Toilette. Dies war bei den bisherigen Planungen noch zurückgestellt worden.

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Von Uwe Kranz

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