Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Ronnenberg Gedenktafel erinnert an ehemaligen Ortsbürgermeister Manfred Bohr
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Gedenktafel erinnert an Manfred Bohr

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:41 22.11.2020
Gisela Wicke (von links), Sigrid Bohr und Gerhard Felchner stellen die Gedenktafel auf.
Gisela Wicke (von links), Sigrid Bohr und Gerhard Felchner stellen die Gedenktafel auf. Quelle: Heidi Rabenhorst
Anzeige
Benthe

Manfred Bohrs Witwe Sigrid freute sich ebenso wie Giesla Wicke, die Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Gehrden/Benthe, und Nabu-Mitglied Gerhard Felchner. Der Grund: Eine vom Nabu gestiftete Gedenktafel für den 2019 verstorbenen ehemaligen Benther Ortsbürgermeister Bohr wurde am Freitag aufgestellt. Sie ist neben den auf der Hochzeitswiese im Sommer gepflanzten Esskastanien zu finden. Die weiteren Pflanzen, die Sigrid Bohr im Juni rund um die Bäume gesät hatte, blühen derzeit noch.

Auch die Bäume sind gut angewachsen. Anfangs wurden sie von Felchner mit Wasser versorgt. Danach übernahm die Gartenbaufirma Schmedes das Gießen, die im Auftrag der Stadt Ronnenberg für die Pflege der Bäume im Stadtgebiet zuständig ist. Die vom Seniorenrat Ronnenberg gespendete Sitzbank zwischen den beiden Bäumen lädt dort zum Verweilen ein. „Ich komme ganz oft hier her, es ist ein sehr schöner Platz“, sagt Bohrs Witwe. Sie sei sicher, dass ihr verstorbener Mann die ausgesuchte Stelle am Waldrand seines „Heimberges“ gefallen würde.

Der Platz auf der Hochzeitswiese lädt zum Verweilen ein. Darüber freuen sich Gisela Wicke (von links), Gerhard Felchner und Sigrid Bohr. Quelle: Heidi Rabenhorst

Engagement für den Naturschutz

Manfred Bohr hat sich laut Wicke im Naturschutz sehr engagiert. Gemeinsam mit Nabu-Mitglied Felchner habe er in seinem geliebten Benthe viele Aktionen angeschoben. Bohrs langjähriger Weggefährte erinnerte sich an seinen verstorbenen Freund. „Er hat großen Einfluss auf die Menschen in seinem Umfeld gehabt und sie immer motiviert, sich für die Belange des Ortes und seiner Bürger zu engagieren“, sagte Felchner. Auch beim Aufstellen der Gedenktafel hatten alle noch Bohrs Worte im Ohr: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es.“

Manfred Bohr: „Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es“. Quelle: Region Hannover (Archiv)

Manfred Bohr verstarb im Februar 2019, kurz nach seinem 78. Geburtstag. Das Dorf am Benther Berg war seit 1972 der Lebensmittelpunkt des gebürtigen Hamburgers. Der begeisterte Leichtathlet und leidenschaftliche Tennisspieler leitete nicht nur den örtlichen Sportverein, sondern auch den Förderverein Dorfentwicklung Benthe und den Sozialverband. Zudem stand er acht Jahre an der Spitze der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ronnenberg. 30 Jahre wirkte er im Ortsrat und 25 Jahre im Rat der Stadt mit. Zehn Jahre leitete er die Geschicke Benthes als Ortsbürgermeister.

Auszeichnung mit Bundesverdienstkreuz

Aus gesundheitlichen Gründen legte er 2011 die politischen Ämter nieder. Bohrs bürgerschaftliches Engagement endete damit jedoch keineswegs. Das von ihm initiierte Seniorenteam mit13 Mitgliedern löste Bohr erst ein Jahr vor seinem Tod aus Altersgründen auf. 14 Jahre hatte die Gruppe mit Verschönerungsaktionen in ihrem Heimatort auf sich aufmerksam gemacht. Für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement wurde Bohr 2015 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Lesen Sie auch

Von Heidi Rabenhorst