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Ronnenberg So lassen sich Kreuzung und Straße am Empelder Rathaus entschärfen
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Gefährliche Kreuzung und Straße am Rathaus sollen entschärft werden

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18:25 05.12.2019
An der Kreuzung vor dem Rathaus kommt es immer wieder zu gefährlichen Begegnungen zwischen Autofahrern, Radlern und Fußgängern. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Wie lässt sich für Fußgänger und Radfahrer die gefährliche Situation an der Kreuzung vor dem Rathaus in Empelde sowie an der angrenzenden Straße In der Beschen entlang des neuen Wohngebietes entschärfen? Mögliche Antworten auf diese Frage hat am Mittwoch im kommunalen Ausschuss für Stadtplanung der Verkehrsplaner Peter Bischoff von einem beauftragten Expertenbüro in Hannover geliefert.

Er präsentierte den Kommunalpolitikern und Verwaltungskräften mehrere Vorschläge für die beiden Verkehrsknotenpunkte: von farblich auffällig gestalteten Fahrbahnbelägen als Hilfe zum Überqueren der Fahrbahn über neue Fußwege bis hin zu einem Minikreisel mit Zebrastreifen. „Es gibt eine preiswerte, eine mittlere und eine kostspielige Variante“, sagte Bischoff.

Parkende Autos versperren die Sicht: Für Fußgänger und Radfahrer ist es derzeit besonders schwierig, vom neuen Wohngebiet aus auf die gegenüberliegende Seite mit dem kombinierten Fuß- und Radweg der viel befahrenen Straßen zu kommen. Quelle: Ingo Rodriguez

Hintergrund der von der Stadt in Auftrag gegebenen Verkehrskonzepte ist vor allem das Neubaugebiet in direkter Nachbarschaft zum Rathaus. Wegen der neu hinzugezogenen Familien mit rund 50 Kindern werde die Straße In der Beschen mit starkem Zulieferverkehr für das angrenzende Gewerbegebiet nicht mehr den Sicherheitsanforderungen für Fußgänger und Radfahrer gerecht, beschrieb der Verkehrsplaner die derzeitige Situation.

Auch wegen parkender Fahrzeuge im Seitenbereich der Straße sei es kaum gefahrlos möglich, vom Wohngebiet aus auf den kombinierten Fuß- und Radweg der gegenüberliegenden Seite zu gelangen – und umgekehrt. Eine Verkehrszählung hatte kürzlich ergeben, dass in diesem Bereich etwa 3300 Fahrzeuge täglich unterwegs sind – davon etwa 25 Prozent gewerblicher Verkehr.

Der Fußweg sei zudem nur auf einer Seite angelegt und viel zu schmal, sagte Bischoff. Um den Schulweg im Nordwesten von Empelde sicherer zu machen, soll auch die Kreuzung an der Hansastraße entschärft werden. Das hatte jüngst das Jugendparlament gefordert.

Farblich auffällige Überquerungshilfen

Gemeinsam ist allen Varianten der Verkehrsplaner ein Konzept für sogenannte Querungshilfen an den Ein- und Ausfahrtsstraßen des neuen Wohngebietes. Dort sollen künftig jeweils zwei Parkplätze pro Zufahrt wegfallen, um mithilfe von farblich auffälligen Fahrbahnbelägen oder Pflasterungen die Aufmerksamkeit der Autofahrer zu erhöhen. Leicht vorgelagerte Seitenräume entlang einer schmaleren Fahrbahnzone sollen zudem für eine Temporeduzierung sorgen. Etwas kostspieliger ist es laut Bischoff, zusätzlich auch noch an der Seite des Wohngebietes elf Parkplätze aufzugeben, um dort einen zweiten Gehweg einzurichten.

Beide Varianten sollen ergänzt werden mit weiteren farblichen Heraushebungen direkt auf der Kreuzung an der Hansastraße. Möglich ist es nach Einschätzung der Planer auch, den Fußweg an der Straße In der Beschen zur Kreuzung entlang des Gebäudes gegenüber des Rathauses erheblich zu verbreitern. Als teuerste Variante schlagen die Experten einen durchgängigen Fußweg entlang der Straßenseite des Neubaugebietes bis zu einem Minikreisel anstatt der Kreuzung vor – mit vier Zebrastreifen. „Dann fallen auch die Quer-Parkbuchten weg – also 19 Stellplätze weniger“, sagte Bischoff.

Ausschuss wünscht sich Zebrastreifen

Bei den Kommunalpolitikern stießen die Vorschläge auf verschiedene Reaktionen. Einen Zebrastreifen befürworteten jedoch nahezu alle Ausschussmitglieder – möglichst auch in einer der günstigeren Ausführungsvarianten. Planer Bischoff machte jedoch wenig Hoffnung: „An einem Kreisel ist das kein Problem, ansonsten müssen für die Genehmigung eines Zebrastreifens innerorts aber statistische Zahlen eine sehr erhebliche Verkehrsbelastung untermauern.“ Dies sei an der Straße In der Beschen kaum zu erwarten.

Die Politiker haben nun die Qual der Wahl. Bislang sind im Haushalt für das nächste Jahr keine Mittel für die Umgestaltung der beiden gefährlichen Standorte eingeplant. In den bevorstehenden Haushaltsplanberatungen sollen die Politiker nun entscheiden, welche Varianten oder Bausteine der verschiedenen Vorschläge in Kombination miteinander umgesetzt werden sollen. „Die Verwaltung wird alle notwendigen Unterlagen und die jeweiligen Kosten für Beratungen aufbereiten“, sagte Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Je nach politischem Beschluss könnte laut Zehler Mitte 2020 die Umsetzung beginnen.

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Von Ingo Rodriguez

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