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Ronnenberg Harms schreibt bösen Brief an die Firma Menke
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Harms schreibt bösen Brief an die Firma Menke

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14:12 09.09.2019
Die Abdeckung der Kalihalde mit Bauschutt – das lehnen Einwohner und Rat von Ronnenberg ab. Quelle: privat
Ronnenberg

Bürgermeisterin Stephanie Harms hat verärgert auf den Anwohnerbrief reagiert, den Stefan Entrup, Geschäftsführer des Unternehmens Menke Umwelt Service Ronnenberg, am 26. August an die Einwohner der Kernstadt verteilen lassen hat. Darin drückt sie ihren Unmut über den „nicht abgestimmten Vorstoß“ des Unternehmens aus. In demBrief hatte die Firma Menkeeine neue Dialogstrategie angekündigt. Das Unternehmen plant die Abdeckung der früheren Kalirückstandshalde im Ort mit Bauschutt, was in weiten Teilen der Bevölkerung und im Stadtrat auf Ablehnung stößt.

Bürgermeisterin engagiert sich für große Gesprächsrunde

Die Bürgermeisterin ist „verwundert und verärgert“. In dem Brief, der im Ratsinformationssystem der Stadt veröffentlicht wurde, erinnert sie an ein Treffen mit Entrup und Vertretern den Unternehmerverbandes Niedersachsen im vergangenen Juni, indem eine größere Gesprächsrunde mit Beteiligung der Bürgerinitiative Bauschuttdeponie – Nein Danke!, dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) und dem Rat der Stadt Ronnenberg „in Erwägung gezogen“ worden sei. Dort sollten zunächst Haltungen und Handlungsspielräume ermittelt werden.

Seither hatte Harms sich bemüht, die verschiedenen Gesprächspartner von der Sinnhaftigkeit eines solchen Treffens zu überzeugen. „Eine Terminabstimmung stand unmittelbar bevor“, schreibt die Bürgermeisterin. Diese Bemühungen sieht die Verwaltungschefin nun gefährdet. Durch den Brief der Firma Menke befürchtet sie Irritationen bei den Beteiligten. Die Frage einer neuen Dialogstrategie Menkes wäre ihrer Meinung nach in der Gesprächsrunde zunächst besser aufgehoben gewesen. „Leider fügt sich Ihre Aktion aus meiner Sicht wiederum in die bisherige Reihe von unglücklichen Kommunikationsversuchen ein“, schreibt Harms an Entrup.

Besteht überhaupt noch Spielraum für einen Dialog?

Für die Bürgermeisterin ist es daher fraglich, ob der Menke-Geschäftsführer überhaupt noch an der Umsetzung der Gesprächsrunde interessiert ist. Sofern er allerdings keinen Spielraum dafür sehe, „sollten wir unsere Energie in der Tat eher auf die bevorstehenden rechtlichen Auseinandersetzungen in dem dann erforderlichen Planfeststellungs- und dann sicher auch Klageverfahren konzentrieren“, heißt es in dem Brief aus dem Rathaus.

Wie von der Agentur 1 A Kommunikation, die die Firma Menke mit derÖffentlichkeitsarbeit für das Projekt in Ronnenberg beauftragt hat, zu hören war, will Entrup den Gesprächsfaden mit der Stadtverwaltung auch nach dem Brief aus dem Rathaus nicht abreißen lassen. „Herr Entrup steht zu dem Runden Tisch“, sagte der Geschäftsführer der Agentur, Thorsten Windus-Dörr. Einen Zusammenhang zwischen dem Anwohnerbrief und der Möglichkeit einer großen Gesprächsrunde sehe man bei Menke nicht, betont der Sprecher.

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Von Uwe Kranz

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