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Ronnenberg Heinz Seligmann stirbt mit 105 Jahren in Brasilien
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Heinz Seligmann stirbt mit 105 Jahren in Brasilien

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13:35 29.11.2019
Heinz Seligmann (links), Christiane Buddenberg-Hertel und Peter Hertel beim Besuch des Ronnenberger Paares in Rio de Janeiro. Quelle: privat
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Ronnenberg

Heinz Seligmann, einer der drei letzten jüdischen Holocaust-Überlebenden aus Ronnenberg, ist am vergangenen Mittwoch im Alter von 105 Jahren in Rio de Janeiro gestorben. Das wurde nun bekannt. Er war einer der ältesten noch lebenden gebürtigen Ronnenberger. Am vergangenen Wochenende gehörte er zu den 22 Personen, für die in der Stadt Stolpersteine als Erinnerung an vertriebene NS-Opfer verlegt worden sind. Im Januar 1937 war er einer der ersten vier Ronnenberger, die, von den Nationalsozialisten vertrieben, aus ihrer Heimat flüchten mussten.

Der gelernte Schlachter, der in Brasilien ein Bauunternehmen aufgebaut hatte, war 1998 gemeinsam mit seiner Frau Ira zum letzten Mal zu Besuch in seiner ehemaligen Heimat gewesen. Im März 2018 besuchten Christiane Buddenberg-Hertel und Peter Hertel, die seit Jahren die Geschichte der Ronnenberger Juden erforscht und darüber drei Bücher wie eine Ausstellung erarbeitet hatten, Seligmann Rio de Janeiro und führten sie ein längeres Videogespräch mit ihm, in dem er über seine Jugend in Ronnenberg, seine Flucht und sein neues Leben in Brasilien erzählt.

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Auch die Verlegung der Stolpersteine am vergangenen Wochenende geht auf einen Impuls von Heinz Seligmann zurück. Bereits im Januar hatte er auf dem jüdischen Friedhof in Ronnenberg Grabsteine für seinen Bruder und seinen Vater aufstellen lassen. Heinz Seligmann selbst wird in Rio de Janeiro beigesetzt.

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Von Uwe Kranz

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