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Ronnenberg Ihme-Roloven bekommt offenbar nur ein neues Baugebiet
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Ronnenberg: Ihme-Roloven bekommt nur ein neues Baugebiet

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18:03 27.11.2019
Die Resonanz und Beteiligung am Workshop zum Baugebiet "Rietfeld" war bemerkenswert. Quelle: Uwe Kranz
Ihme-Roloven

Lange Gesichter hat es bei den Besuchern im Dorfgemeinschaftshaus am Montagabend gegeben. Zahlreich waren Bürger zur öffentlichen Ortsratssitzung in Ihme-Roloven gekommen – vor allem, um Neuigkeiten zu den beiden in Planung befindlichen Baugebieten zu hören. Doch der Erste Stadtrat Torsten Kölle konnte sie nur vertrösten: Weitere Ergebnisse gebe es erst voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres, kündigte er an.

Zerwürfnisse in Dorf und Rat

Das Für und Wider zu den Baugebieten Hohefeldstraße und „Rietfeld“ hatte für Unruhe und Zerwürfnisse im Doppeldorf und dem Ortsrat gesorgt. Einige Bürger rund um mehrere ehemalige Ortsratsmitglieder hatten sich daran gestört, dass zunächst die Hohefeldstraße entwickelt werden sollte und nicht das von ihnen favorisierte „Rietfeld“ in der Dorfmitte an der Hiddestorfer Straße.

Auf eine Aussprache während einer Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus folgte eine Planungswerkstatt, in der Bürger gemeinsam mit Planern des Büros Plan zwei Ideen zum „Rietfeld“ zusammengetragen haben. Nach Auswertung der Ergebnisse sollten die Dorfbewohner nun informiert werden, doch es kam alles ganz anders. Anstelle der Ergebnisse berichtete Kölle von „internen Beratungen des Ortsrates“, bei denen in der vergangenen Woche ein „konstruktives Szenario“ entwickelt worden sei. Daraus hätten sich „Hausaufgaben für die Verwaltung“ ergeben, die seither bereits intensiv bearbeitet würden. Nach Abschluss dieser Gespräche könne dazu voraussichtlich im Januar 2020 weiteres berichtet werden.

Beim Workshop zum "Rietfeld" sind viele, teils detaillierte Vorschläge zur Gestaltung des "Rietfeldes" gemacht worden, Quelle: Uwe Kranz

„Wir haben uns dazu vergattert“

Im Zuschauerraum sorgte diese Aussage für Unruhe. Man werde für dumm verkauft, rief eine Besucher. Kölle wies das zurück. Es habe ein „sehr geschlossenes Votum“ im Ortsrat für dieses Vorgehen gegeben. Ortsbürgermeister Hans-Hermann Fricke stimmte der Aussage zu: „Wir haben uns gegenseitig dazu vergattert“, sagte er. Nichts wäre kontraproduktiver, als jetzt Einzelheiten zu verkünden. Je mehr sich die Beteiligten nun auf die einzelnen Punkte konzentrieren könnten, umso schneller könnten diese abgearbeitet werden. Das Murmeln im Zuschauerraum verriet, dass das nicht jeden der Anwesenden zufriedenstellte.

Nur einmal reagierten Kölle und Fricke etwas konkreter auf die bohrenden Nachfragen. Die Lösung umfasse ein neues Baugebiet, deuteten die beiden an und verrieten damit vielleicht schon einen größeren Teil der Lösung, als ihnen bewusst war. So ist es kaum zu erwarten, dass die Verantwortlichen das große Interesse der Dorfbewohner an dem Workshop für das „Rietfeld“ und die zahlreichen, teils detaillierten Vorschläge für die Gestaltung des dortigen Baugebietes ignorieren. Wahrscheinlicher ist es, dass mit der Entwicklung des größeren Baugebietes an der Hiddestorfer Straße der von vielen erhoffte bauliche Lückenschluss zwischen Ihme und Roloven vollzogen wird

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Von Uwe Kranz

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