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Ronnenberg Geplante Kindertagesstätte in Linderte wirft Fragen bei den Bürgern auf
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: In Linderte wird über Kita-Bau im Neubaugebiet Schwarzfeld diskutiert

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14:55 03.10.2019
Torsten Kölle, Erster Stadtrat von Ronnenberg, erläutert statistische Daten. Quelle: Stephan Hartung
Linderte

Die neue Kindertagesstätte in Linderte befindet sich aktuell in der Planung. Rund um den Neubau, der bis spätestens 2021 am nördlichen Ende des Neubaugebiets Im Schwarzfeld entstehen wird, gibt es noch viele Fragen. Das wurde bei einer Informationsveranstaltung im Zuge einer Ortsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus deutlich. Dabei gab es viele Antworten und teils hitzige Diskussionen.

Thema wird kontrovers diskutiert

Nach einiger Zeit schien Wolfgang Zehler ein wenig mit sich zu kämpfen, um nicht die Geduld zu verlieren. Der Fachbereichsleiter der Stadt Ronnenberg hatte berichtet, dass man zehn Standorte untersucht habe, die ausgewählte Fläche aber die beste war und alle Kriterien erfüllte. Mehrfach wurde aus dem Saal nachgefragt, an welchen Stellen in Linderte man denn noch geprüft habe. Aus Datenschutzgründen könne er dies nicht sagen, antwortete Zehler. Wirklich nicht? Nein! Dieses Frage-Antwort-Spiel wiederholte sich mehrfach. Denn lenkte Zehler gegenüber einem hartnäckigen Besucher ein und bot den Austausch der Mailadressen an. „Das ist ein Zugeständnis, das machen wir sonst nicht.“

Rund 50 Menschen besuchen die Informationsveranstaltung. Quelle: Stephan Hartung

Und das war nicht das einzig kontroverse Thema des Abends, an dem 50 Besucher teilnahmen. Die Bürger äußerten nicht nur Sorgen wegen erhöhter Lärmbelästigung und einem verstärkten Verkehrsaufkommen, sondern auch dass sie für Straßenreinigung und Winterdienst sowie für Straßenausbaubeiträge zur Kasse gebeten werden könnten. Immer wieder verwies die Verwaltung darauf, dass es sich aktuell nur um einen Vorentwurf handelt. Als manche Besucher immer noch nicht zu beruhigen waren, ergriff Bürgermeisterin Stephanie Harms das Wort – und betonte, dass man sie bei diesen Worten nehmen könne: „Es wird ein Ausbaustandard gewählt, der keine Straßenausbaubeiträge zur Folge haben wird.“

Bedarf ist vorhanden

Zuvor ging es beim Vortrag von Torsten Kölle weitaus ruhiger zu. Der Erste Stadtrat berichtete davon, „dass wir uns seit drei bis vier Jahren jeden Monat die Zahlen anschauen“. Demnach sei der Bedarf für Kindertagesstätte und Krippe in Linderte und Vörie sehr hoch. Die aktuelle Situation in diesen Ortschaften zusammen: 24 Kinder für eine Kita, 13 für eine Krippe. „Das alles würde den Bau einer Kita mit Krippe rechtfertigen und zudem die Einrichtungen in Weetzen und Ihme entlasten, wo die Kinder aus Linderte und Vörie aktuell untergebracht sind“, sagte Kölle.

Für 1,61 Millionen Euro möchte die Stadt Ronnenberg die Einrichtung bauen. Geplant ist der Neubau mit einer Kita für 25 Kinder und einer Krippe für 15 Kinder. Für ihn muss ein Spielplatz weichen, der gegenüberliegend auf einem angrenzenden Feldweg hinter einem dortigen Bolzplatz neu angelegt werden soll. Der Ortsrat Linderte stimmte nun dafür, diese Vorhaben getrennt voneinander zu behandeln, damit die Kita in einem beschleunigten Verfahren entstehen kann. Der Bolzplatz bleibt sowieso erhalten, die Übergangszeit für den „Umzug“ des Spielplatzes schätzt Zehler auf sechs bis acht Wochen.

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