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Ronnenberg Newcomer Jens Janowski tritt im Gemeinschaftshaus auf
Umland Ronnenberg Newcomer Jens Janowski tritt im Gemeinschaftshaus auf
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14:15 17.04.2019
Noch kann Jens Janowski gemütlich in der Hängematte liegen und sein Programm vorbereiten. Quelle: Stephan Hartung
Weetzen

Er wird sich seinen Traum erfüllen. „Viele Leute haben zu mir gesagt: Du hast doch immer solch spontane Sprüche drauf und eine große Klappe“, sagt Jens Janowski, der in seinem Freundeskreis auch immer als die Person mit dem nötigen Humor bekannt ist. Nun macht er das, was er schon immer mal machen wollte: Er tritt auf und macht Stand-up-Comedy (siehe Kasten).

Hier tritt der Baumschüler auf

Mit seinem Programm „Vermehren will gelernt sein!“ tritt Jens Janowski an zwei Tagen im Gemeinschaftshaus Ronnenberg auf. Der Baumschüler, so nennt er sich auf der Bühne, unterhält das Publikum am 22. November ab 19.30 Uhr. Alle 288 Plätze sind bereits vergeben. Daher gibt es einen Tag später eine Zusatzshow (ebenfalls 19.30 Uhr). Für den Auftritt am 23. November an gleicher Stätte sind schon 60 Tickets vergriffen. Die Karten für beide Auftritte sind kostenlos. Interessenten benötigen trotzdem eine Karte und müssen sich bei Janowski melden per Mail an baumschule@htp-tel.de oder per Telefon unter (0178) 1783050. hg

Aktuell schreibt er an seinem ersten Solo-Programm, übrigens handschriftlich (“Dann kann ich es mir besser einprägen“) und alles in einem Aktenordner abgeheftet. „60 bis 65 Minuten werden es sein, vermutlich sogar mehr“, sagt der Weetzener, der bis Mai das Programm fertig haben will. Über den Inhalt will er verständlicherweise nichts verraten. Nur so viel: Arbeit, Urlaub und Privatleben mit 25 Jahren Ehe spielen eine große Rolle, aber keine Politik. Er erzählt Geschichten aus seiner Schulzeit und von der Klassenfahrt, aber auch von seiner Ausbildung als Baumschulgärtner. „80 Prozent der Geschichten, die ich erlebt habe, sind auch genauso passiert. Der Alltag ist doch voll von lustigen Erlebnissen. Mir ist wichtig, dass ich authentisch auf der Bühne rüberkomme“, plaudert er.

Aus seiner Lehrzeit stammt auch ein Begriff, den er zu seinem „Künstlernamen“ gewählt hat: Baumschüler. Bewusst in dieser falschen Schreibweise, „weil jeder Baumschüler sagt, man schult und züchtet aber die Bäume in diesem Beruf, daher ist Baumschuler richtig“. Und das allein ist schon lustig genug. „Heutzutage ist ja Baumschüler als Schimpfwort gleichbedeutend mit Kevin als Vorname.“

Die erste Show ist bereits ausverkauft

Bereits jetzt ist absehbar, dass er der 47-Jährige im November an zwei Abenden vor mehr als 400 Zuschauern spielen wird. „So etwas habe ich ja nicht mal zu träumen gewagt“, sagt er. Dabei hilft ihm auch sein Bekanntheitsgrad. Früher war er in Ronnenberg in der Feuerwehr sowie im Fanfarenzug aktiv, den Elternrat im Kindergarten Ronnenberg vertrat er auf Stadtebene. Außerdem spielte er Fußball bei der SG 05, trainierte dort auch Mädchen- und Damenteams. In Weetzen verkleidet er sich an Heiligabend als Weihnachtsmann. Kurzum: Als Janowski am 1. März auf seiner Facebook-Seite seine Stand-up-Premiere ankündigte, erlebte er sofort ein gewaltiges Echo – und zum Ende des Monats war die Show bereits ausgebucht, sodass eine Zusatztermin nötig wurde. Die Kosten, die für Flyer und Raummiete entstanden, übernahm er selbst. „Das ist aber alles überschaubar und hält sich in Grenzen.“ Den Spaß lässt er sich ohnehin nicht nehmen.

In seinem „normalen“ Berufsleben arbeitet Jens Janowski bei der Hannover Messe. „Ich bin schon seit 25 Jahren dort und fühle mich bei der Messe sehr wohl“, sagt der Vater von zwei Töchtern. Selbst stammt der 96-Fan aus Hannover. „In Ricklingen am Schünemannplatz bin ich aufgewachsen,“ sagt er.

Bleibt natürlich noch die Frage zu klären: Wie sieht es mit der Nervosität aus? Janowski lacht. „Vielleicht geht es zwei Wochen vorher los. Aber klar ist, dass ich mich auf meinen Auftritt sehr freue“, erzählt er. Sein Vorteil: Ein wenig Bühnenerfahrung bringt er mit. Beim Fanfarenzug trat er immer mit dem Männerballett auf. Als eines Tages der Büttenredner ausfiel, übernahm er die Rolle.

Der Ausflug jetzt auf die Bühne muss nicht einmalig bleiben, es dürfen sich weitere Auftritte in der Region anschließen. „Aber ich werde nicht 2020 an sechs verschiedenen Standorten zu sehen sein“, sagt er. Zwischendurch gern mal. Eine Karriere als Comedian strebt er nicht an. „Meinen Job bei der Messe würde ich niemals aufgeben – höchstens für ein Haus auf Mallorca“, sagt der „Baumschüler“ und nennt damit zugleich sein liebstes Urlaubsziel.

Von Stephan Hartung

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