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Ronnenberg Johanniter bereiten sich auf Unfallszenarien vor
Umland Ronnenberg Johanniter bereiten sich auf Unfallszenarien vor
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12:56 21.02.2019
Die Helfer Pascal Suhr (links) und Selina Kupfer kümmern sich um die „verletzte“ Ronja Fehmel. Quelle: privat
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Ronnenberg

Was sind im Fall der Fälle die richtigen Maßnahmen für Ersthelfer in einem Notfall. Der Wohnungsbrand in unmittelbarer Nachbarschaft zur Niederlassung der Johanniter im Januar hat die Retter im Ortsverband Deister sensibilisiert. In einer Übung simulierten sie verschiedene Einsatzszenarien für Rettungskräfte. Letztlich sind es ehrenamtlich engagierte Menschen aus dem gesamten Calenberger Land für die Johanniter aktiv – auch im Sanitätsdienst bei Veranstaltungen.

Ein gutes Dutzend Johanniter – darunter Freiwilligendienstleistende, Ehrenamtliche, Hausnotruf-Fahrer und Jugendliche – haben sich diesem freiwilligen Trainingstag unterzogen. Mehrere Szenarien haben Doris Plonus und Lena Köhne für sie vorbereitet. Verbrennungen, Abschürfungen und Schockzustände sind indes auch bei ganz anderen Gelegenheiten an der Tagesordnung. Schnell kann bei einem friedlichen Grillabend ein Notfall entstehen. Bei Stadtfesten sind zudem Prügeleien und andere Verletzungsrisiken keine Seltenheit. Die Realistische Unfalldarstellung (RUD) ist auch an der Johanniter-Akademie in Hannover ihr Fachgebiet, wo sie die Berufsausbildung im Rettungswesen unterstützt.

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Authentische „Verletzungen“ werden geschminkt

Helfer und „Verletzte“ tauschen zwischendurch die Rollen. Jeder soll sich aktiv um die Notfallversorgung kümmern und Neues lernen können. Ronja Fehmel wird mit „gebrochenem Bein“ an einem Auto liegen; Pascal Suhr bekommt von Plonus eine blutige Nase geschminkt und Dominik Kuil landet mit einem authentisch wirkenden Messerstich schließlich im Rettungswagen. Köhne und Petzold machen sich Notizen.

Verbandsmaterial, Blutdruckmessgeräte und Rettungsdecken kommen zum Einsatz. „Viele Menschen mit Verbrennungen kommen unterkühlt in die Notaufnahme; für sie ist das gefährlich“, betont Praxisanleiter Petzold. Weil sich Helfer oft zunächst um die augenscheinlichen Verletzungen kümmerten und erst spät zur wärmenden Rettungsdecke griffen. Petzold ist mit den Freiwilligen an diesem Tag zufrieden. „Eure Betreuungsarbeit ist super“, sagt er.

Von Uwe Kranz