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Ronnenberg „Kontakte“ kommen zu Ostern als Sonderausgabe
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: „Kontakte“ kommen zu Ostern in einer Sonderausgabe

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14:05 07.04.2020
Die „Kontakte“ der evangelischen Gemeinden erscheinen zu Ostern in einer Sonderausgabe. Quelle: privat
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Ronnenberg

Eigentlich wäre zum 19. April der neue Gemeindebrief der evangelischen Kirchengemeinden Empelde, Ihme-Roloven, Linderte, Ronnenberg, Vörie und Weetzen erschienen. Das seit mit mehr als 100 Ausgaben gewohnte Format verbindet neben Gedankenanstößen, Nachrichten und Ankündigungen aus den Kirchengemeinden zu dieser Jahreszeit auch Fotos von Mädchen und Jungen, die bald konfirmiert werden.

Dieses Jahr ist das alles anders. So, wie alles anders ist, eben auch für das Redaktionsteam der „Kontakte“. „Es sind ja nicht nur die Veranstaltungen, die jetzt gerade nicht angekündigt werden können und müssen. Die Gottesdienste finden ja gerade nicht in der Kirche statt“, sagt Pastorin Marion Klies aus Empelde. „Aber sie sollen auch nicht ausfallen,“ ergänzt ihre Kollegin aus der Redaktion, Martyna Pieczka. „Verboten sind ja die Zusammenkünfte, nicht der Gottesdienst.“ Um also Ostern und die Karwoche – in ganz anderer Form in der Hausgemeinschaft oder auch allein zu feiern, bietet die Sonderausgabe des Gemeindebriefs, der zu Gründonnerstag erscheint, für jeden Tag Ideen zum Feiern daheim. „Auch für Kinder!“ betont Diakonin Katja Strelow. Denkanstöße gibt es zum letzten Abendmahl, zum Sterben Jesu, der Ruhe am Karsamstag und schließlich dem Licht in der Osternacht. „So sind wir auch an unterschiedlichen Orten miteinander verbunden“, stellt Reinhilde Martens aus Weetzen mit Blick auf das Ergebnis zufrieden fest.

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Reaktion auf eine plötzlich veränderte Welt

Ostern feiern Christen in diesem Jahr ganz anders als sonst – aber das Fest fällt nicht aus. „Wir wollten schnell reagieren auf eine plötzlich veränderte Welt “, erklärt Pastorin Rebecca Brückner. „Die Konsequenzen sind ja weitreichend. Daher auch noch mal unsere klare Ansage: Wir sind für Sie da – per Telefon oder Videokonferenz, per E-Mail oder Brief. Auch wenn wir uns nicht persönlich treffen, sind wir ansprechbar und freuen uns über jeden Kontakt.“

Auch Abschied und Trauer finden jetzt unter schwierigeren Bedingungen statt. Darauf Menschen vorzubereiten, dass während einer Kontaktsperre auch Trauerfeiern anders aussehen, ist ein weiteres Ziel des Gemeindebriefs. Insgesamt bleibt die Sonderausgabe der Kontakte „ein Begleiter für die Zeit mit Corona, auch nach Ostern“, resümiert Pastor Günter Koschel, „für Alleinstehende und Familien, für Kinder und Jugendliche, Männer und Frauen – für alle ist etwas dabei.“

„Vielleicht nimmt das ja an der einen oder anderen Stelle ein bisschen den Druck raus,“ sagt Maren Elies aus Ihme-Roloven. „Ich hoffe, es wird klar, dass man sich schon mit einem Anruf Hilfe holen kann – und sei es nur beim Einkaufen.“

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Von Uwe Kranz

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