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Ronnenberg Lummerland-Kinder pflanzen Kräuter
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Lummerland-Kinder pflanzen Kräuter

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00:17 12.06.2019
Erzieherin Gabriele Schmidt füllt die Kräuterschnecke gemeinsam mit den Kita-Kindern. Quelle: Uwe Kranz
Ronnenberg

Endlich kann Alexander wieder seinen geliebten Schnittlauch knabbern. „Den mag ich so gerne“, erklärt der Vierjährige. Gemeinsam mit den anderen Kindern der Kita Ronnenberg II bepflanzte er am Freitagnachmittag die Kräuterspirale der Einrichtung neu. Zweimal hatte das gewundene Beet aufgrund von notwendigen Baumaßnahmen umgesetzt werden müssen. Jetzt ist es direkt neben der Eingangstür zum „Lummerland“ wieder errichtet worden.

Fachliche Beratung kommt vom BUND

Und die Kinder, unterstützt von Eltern, Freunden und den pädagogischen Fachkräften der integrativen Kindertagesstätte machen sich eifrig ans Werk die verschiedenen Pflanzen in die Erde zu bringen. In den Tagen zuvor hatte die Gartenbaufirma Adam & Schmedes im Auftrag der Stadtverwaltung die nötigen Vorarbeiten erledigt. Die fachliche Beratung übernahm Hannelore Plaumann vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Ronnenberg. „So intensiv wie die Düfte der Kräuter, soll auch die Beziehung der Kinder zur Natur werden“, sagt Plaumann.

Den Wert eines solchen Beetes erklärte die Einrichtungsleiterin Annette Striemer. „Durch eigenes spielerisches Handeln erschließt sich das Kind mit allen Sinnen mehr und mehr die Welt, festigt sein Wissen und entwickelt neue Fähigkeiten“, sagt sie. So versuchen die pädagogischen Fachkräfte in Lummerland immer wieder mit den Kindern und Eltern die Umgebung der Kinder experimentierfreundlich zu gestalten.

Alle Kinder packen mit an, damit sie bald wieder leckere Kräuter knabbern können.

Schon am Eingangstor erwartet die Kinder ein Busch Zitronenmelisse, den vor allem Jago (6 Jahre) für seinen leckeren täglichen Kräutertee schätzt. Henry (4 Jahre) bevorzugt eher die Apfelminze – und bis zur Tür passieren die Kinder auch noch einige Himbeersträucher. Für Erzieher Thomas Ottens-Schmitz gehört das Kennenlernen von Beeren und Kräutern auch zur Gefahrenkompetenz, betont er. Die Mädchen und Jungen sollen abschätzen lernen, welche Situationen und Dinge gefährlich sein könnten – und seien es nur unreife Früchte.

Gabriele Schmidt setzt die Pflanzen mit den Kindern ein

Derweil positioniert seine Kollegin Gabriele Schmidt gemeinsam mit den Kindern nach der Anleitung Plaumanns die Kräuter und pflanzt sie anschließend ein. Alle machen mit, buddeln, setzen, gießen und staunen. „Thomas, das ist zu gewaltig“, rufen die Kinder am Wasserschlauch im Chor. Ihnen ist der Druck zu hoch. Kurz darauf ist die Kräuterschnecke trotzdem fertig.

Für die Kinder ist es ein lange entbehrter Genuss, mal eben im Vorbeigehen ein bisschen Schnittlauch oder Basilikum abzupflücken und zu knabbern. Auch für das wöchentliche gesunde Frühstück sollen die eigenen Kräuter künftig immer donnerstags genutzt werden, erklärt Striemer. Und wie das aussehen könnte, erleben die Kinder und Helfer nach getaner Arbeit bei leckerem Baguette mit Kräuterquark.

Von Uwe Kranz

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