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Ronnenberg Großprojekt startet bald: Neubau der Grundschule beginnt mit Rodung der Bäume
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Neubau der Grundschule beginnt mit Rodung der Bäume

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18:54 13.12.2019
Bald ein Baugrundstück: An der Straße Auf dem Hagen in Empelde sollen in Kürze rund um den bisherigen Fußballplatz alle Bäume, Sträucher und Büsche gerodet werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Noch deutet an der Straße Auf dem Hagen in Empelde nichts auf den geplanten Neubau einer zweiten Empelder Grundschule hin. Entlang des bisherigen Sportplatzes flanieren Fußgänger. Auf dem gepflasterten Weg rollen Radfahrer. Bis auf das Gezwitscher weniger Vögel herrscht erholsame Stille. Schon in Kürze wird es damit dort jedoch vorbei sein. Denn bereits im Januar oder Februar soll der Startschuss für das Großprojekt fallen.

Das Neubauprojekt im Osten von Empelde beginnt auf dem derzeitigen Sportplatz an der Straße Auf dem Hagen mit Rodungen. „Im Frühjahr werden Bäume, Büsche und Sträucher gerodet, um das Baufeld für die Arbeiten frei zu machen“, sagt der städtische Ingenieur Cord Hennies, Leiter des kommunalen Teams Gebäudewirtschaft. Zwar sei der erste Spatenstich nach derzeitigen Planungen voraussichtlich erst für September 2020 geplant. „Im Januar oder Februar muss aber schon gerodet werden, weil derartige Arbeiten von März bis September wegen der Brut- und Setzzeit nach dem Bundesnaturschutzgesetz verboten sind“, begründet Hennies den Zeitpunkt.

Es wird 99 Meter tief in die Erde gebohrt

Es sind nicht die einzigen Vorkehrungen, die auf dem Areal noch vor dem eigentlichen Baubeginn getroffen werden. Ebenfalls für das Frühjahr sind laut Teamleiter Hennies Bohrungen von bis zu 99 Meter Tiefe angesetzt. Dies seien Vorbereitungen für spätere Wärmepumpensysteme. Für die Grundschule werden demnach insgesamt 16 sogenannte Erdsonden gebohrt.

Keine Einwände gegen das Projekt

Damit der bevölkerungsreichste Ortsteil des Ronnenberger Stadtgebiets zu Beginn des Schuljahrs 2022/2023 eine dreizügige Grundschule mit verlässlichem Ganztagsbetrieb – inklusive Sporthalle – bekommt, investiert die Stadt rund 21 Millionen Euro. Der kommunale Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler hatte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung vom aktuellen Stand des Planverfahrens berichtet. Und er hatte gute Nachrichten: Laut Zehler sind in der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplanes „keine auffälligen Stellungnahmen“ von Bürgern oder Institutionen bei der Stadt eingegangen. „Da hätte ich mehr Bedenken erwartet“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Dieter Schur.

Keine kritischen Hinweise auf lärmende Kinder oder andere Begleiterscheinungen eines Grundschulneubaus: Nun kann das Bauleitplanverfahren zügig fortgesetzt werden. Schon in der nächsten Ratssitzung sollen die Kommunalpolitiker zu dem Bebauungsplan einen Satzungsbeschluss fassen. Dann kann der Plan wenig später rechtskräftig werden.

Verkehrsgutachten soll in Kürze vorgestellt werden

Die Stadt muss allerdings begleitend zu dem Bauprojekt noch Lösungen für Probleme finden, die bei Bürgern künftig massive Proteste auslösen könnten: Es geht um den zusätzlichen Verkehr, der den Osten von Empelde nach der Eröffnung der neuen Grundschule belasten könnte. Deshalb hat die Stadt ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, um von Experten Lösungsvorschläge für die zu erwartenden Verkehrsströme zu erhalten.

Dieses Konzept soll laut Verwaltung den gesamten Bereich im Süden der neuen Grundschule sowie der KGS analysieren und entlang der Straße Am Sportpark auch den Verkehr neu ordnen. Geplant ist dort unter anderem eine Zone für Elterntaxis. Eine Prämisse bei der Planung der Schule ist nämlich, dass von nördlicher Seite – also durch den Wohnpark oder auf der Löwenberger Straße – nur Lehrer und Zulieferer der Mensa den Neubau erreichen können sollen. Die Schüler sollen ausschließlich über die Straße Am Sportpark kommen.

Das Verkehrsgutachten soll laut Fachbereichsleiter Zehler nach dem Jahreswechsel vorgestellt werden. Bis dahin wird entlang des derzeitigen Sportplatzes vorerst noch eine Weile idyllische Ruhe herrschen.

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Von Ingo Rodriguez

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