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Ronnenberg Neuer Bürgerverein Waldberg will begrünte Halde nutzen
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Neuer Bürgerverein Waldberg will begrünte Halde nutzen

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00:19 14.06.2019
Der neu gegründete Bürgerverein Waldberg Empelde will die begrünte Kalihalde als Naherholungsgebiet nutzen. Quelle: Archiv
Empelde

Konzerte auf der Bergbühne, Volleyball-Turniere und die traditionelle Bergmesse auf dem Gipfel: Aktionen wie diese gehören auf der begrünten Kalihalde in Empelde längst zum alljährlichen Programm. Künftig soll das Spektrum möglicher Veranstaltungen aber noch viel breiter gefächert sein. Dafür will der neue Bürgerverein Waldberg Empelde sorgen. 23 Mitbegründer und rund 120 weitere angehende Mitglieder wollen die begrünte Halde künftig als Naherholungsgebiet nutzen und auch in der Bevölkerung als Anlaufstelle etablieren. „Dafür wurde die Vorgängerorganisation Bergbühne Empelde zum Ende des vergangenen Jahres aufgelöst“, sagt Haldenbesitzer Frank Nickel. Er wurde in der Gründungsversammlung Anfang Mai zum stellvertretenden Vorsitzenden des neuen Vereins gewählt. Vereinschef ist Erich Wolf.

Mehr als Kunst und Kultur

Der neu gegründete Bürgerverein Waldberg Empelde will die begrünte Kalihalde mit seiner tollen Aussicht vom Gipfel als Naherholungsgebiet nutzen. Quelle: Ingo Rodriguez

„Beim Verein Bergbühne war der Vereinszweck nur Kunst und Kultur, aber künftig sollen noch viel mehr Aktionen möglich sein“, sagt Nickel. Deshalb sei der Vorgängerverein fünf Jahre nach seiner Gründung aufgelöst und durch den Verein Waldberg ersetzt worden. In dem neuen Bürgerverein sollen laut Nickel auch Themen wie Landschaftspflege, Naturschutz, Begegnungen sowie weiterhin Kunst und Kultur auf dem Programm stehen. „Imkerei, Weinanbau, Wildkräutergärten: Es gibt so viele Möglichkeiten, den Berg als Naherholungsgebiet zu nutzen“, sagt Nickel. Alle Mitglieder sollen künftig am Haupteingang durch ein neues Tor und mithilfe einer Chipkarte Zugang zum Gelände erhalten. Jedes Vereinsmitglied habe dann auch das Recht, sich auf dem Berg außerhalb der Betriebszeiten des Recyclingplatzes aufzuhalten – werktags ab 17 Uhr, freitags ab 15 Uhr sowie am Wochenende. „Natürlich auch nur zum Spazierengehen, aber wir wünschen uns aktive Mitglieder mit guten Ideen für die Gemeinschaft“, sagt Nickel. Der Verein Bergbühne habe schon seit zwei Jahren kein komplettes Veranstaltungsprogramm mehr organisiert. „Es ist nicht auszuschließen, dass der neue Verein wieder ein Programm mit Leben füllt und die Bühne auch vermietet“, sagt Nickel.

Idee entsteht bei Mondfinsternis

Die Mitglieder sollen künftig am Haupteingang Zugang zum Gelände erhalten. Quelle: Ingo Rodriguez

Mit der Vereinsgründung sei auch eine Lösung für ein in der Vergangenheit großes Problem gefunden. „Bislang war mir das Haftungsrisiko zu groß, um Menschen außerhalb von Veranstaltungen auf den Berg zu lassen“, sagt Nickel. Nun bestätige aber jedes Vereinsmitglied den Haftungsausschluss und betrete das Gelände künftig auf eigene Gefahr. Die Idee zu einem Verein mit mehr Möglichkeiten sei bei der jüngsten Mondfinsternis entstanden. Im vergangenen Jahr hatten rund 500 Gäste den Kaliberg erklommen, um den Gipfel als Aussichtsplattform für das Naturschauspiel zu nutzen. Damit sie das Spektakel mit Ferngläsern beim Picknicken beobachten konnten, hatte der Verein Bergbühne spontan beschlossen, das Gelände zu öffnen.

Der neu gegründete Bürgerverein will die begrünte Kalihalde als Naherholungsgebiet nutzen. Quelle: Ingo Rodriguez

Attraktivität ist unbestritten

Künftig soll es häufiger möglich sein, den Berg als Naherholungsgebiet zu nutzen – vor allem für rund 120 Bürger, die beim neuen Verein Interesse an der Zusendung von Eintrittsformularen bekundet haben. Die Attraktivität des Standorts ist unumstritten: Auf dem etwa 130 Meter hohen Haldengipfel ist bei klarer Sicht im Osten die Skyline von Hannover zu sehen. Im Westen der Kalihalde scheint der Benther Berg zum Greifen nah.

Der neu gegründete Bürgerverein Waldberg Empelde will die begrünte Kalihalde mit seiner tollen Aussicht vom Gipfel als Naherholungsgebiet nutzen. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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