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Ronnenberg Neues Projekt für Alleinerziehende: Stadt und Familienzentrum bieten Hilfe an
Umland Ronnenberg

Ronnenberg: Neues Projekt für Alleinerziehende: Stadt und Familienzentrum bieten Hilfe an

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18:23 12.12.2019
Christiane Zimmermann (links) und die Gleichstellungsbeauftragte Lara Sindt wollen im Familienzentrum ein neues Netzwerk für Alleinerziehende aufbauen. Quelle: Ingo Rodriguez
Empelde

Beratungsangebot, Netzwerk von Gleichgesinnten, aber auch ein Treffpunkt, um Kontakte zu knüpfen und Lösungen für Probleme zu finden: Für alleinerziehende Mütter und Väter aus Ronnenberg gibt es künftig im Familienzentrum in Empelde eine neue Anlaufstelle.

Die Einrichtung der Johanneskirchengemeinde bietet ab Mitte Januar in ihren Räumen an der Hallerstraße in Zusammenarbeit mit der Stadt jetzt einen offenen Treffpunkt für Alleinerziehende anbieten. „Das ist für uns eine Herzensangelegenheit“, sagt die kommunale Gleichstellungsbeauftragte Lara Sindt. Für das völlig neue Angebot gebe es nun erstmals eine intensive Kooperation mit dem Familienzentrum.

Austausch mit inhaltlichen Schwerpunkten

Der Treffpunkt in den gemütlichen Räumen des Eltern-Kind-Cafés im Familienzentrum soll für alleinerziehende Mütter und Väter zunächst eine Austauschmöglichkeit bieten. „Eine solche Gruppe gab es bislang noch nicht in Ronnenberg“, sagt Christiane Zimmermann, die Koordinatorin des Familienzentrums. Ziel sei es aber auch, wichtige Anliegen, Interessen, Fragen und Probleme der Teilnehmer herauszufinden und dann inhaltliche Schwerpunkte für die Treffen zu setzen. Auch deshalb wird bei den Treffen an jedem zweiten Montag eines Monats für die Mütter und Väter eine Kinderbetreuung im Eltern-Kind-Café angeboten.

Beratung und Problemlösung

„Die Themen der Treffen richten sich nach den Wünschen der Alleinerziehenden“, betont Zimmermann. Sie zählt gleich eine ganze Reihe von Möglichkeiten auf – von Fragen zur Kindererziehung, Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt und partnerschaftlicher Erziehung nach einer Trennung über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Sorgerechtsstreitigkeiten bis zu Schulden, Gewalterfahrungen und psychischen oder körperlichen Problemen. „Zu diesen Schwerpunkten wollen wir Experten einladen oder für die Teilnehmer recherchieren, um ihre Fragen zu beantworten“, sagt Zimmermann.

Unterstützt wird das Projekt auch vom Sozialberatungszentrum. Die Diakonie und das Jobcenter werden außerdem mitarbeiten. Um den Teilnehmern mögliche Lösungen für Alltagsprobleme aufzuzeigen und ihre Lebenssituation zu verbessern, soll die neue Gruppe als hilfreiches Netzwerk dienen.

90 Prozent der Alleinerziehenden mit Kindern sind Frauen

Die Gleichstellungsbeauftragte betont: „Das Angebot richtet sich auch an Väter.“ Außerdem sollen alleinstehende Schwangere bei den Treffen Unterstützung finden. Grundsätzlich gilt: „In Ronnenberg sind unter den Alleinerziehenden mit Kindern unter 18 Jahren genau 89,5 Prozent Frauen“, sagt Sindt. Der jüngste Sozialbericht untermauert die Notwendigkeit des neuen Projekts mit Zahlen: Bei rund 25.000 Einwohnern im Ronnenberger Stadtgebiet gibt es demnach etwa in einem Fünftel aller Familien Alleinstehende.

Für diese Haushalte gibt es laut Sindt eine schlechte Prognose: „Weil diese Familien meist nur über ein Einkommen verfügen, ist die Gefahr einer drohenden Armut viel größer.“ Das gelte oft auch für Frauen und Männer mittleren Alters mit fast erwachsenen Kindern. „Auch junge Erwachsene können noch finanziell vom alleinstehenden Elternteil abhängig sein“, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte.

Das erste Treffen ist für Montag, 13. Januar, von 17 bis 18.30 Uhr im Eltern-Kind-Café des Familienzentrums an der Hallerstraße in Empelde geplant. Anschließend trifft sich die Gruppe dort an jedem zweiten Montag eines Monats von 17 bis 18.30 Uhr, außer in den Ferien.

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Von Ingo Rodriguez

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